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Das Non-Hodgkin-Lymphom ist eine Gruppe bösartiger Erkrankungen des lymphatischen Systems. Es entstehen veränderte Lymphozyten, die sich unkontrolliert vermehren.
Das Non-Hodgkin-Lymphom ist eine Gruppe bösartiger Erkrankungen des lymphatischen Systems. Es entstehen veränderte Lymphozyten, die sich unkontrolliert vermehren.
Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) bezeichnet eine große und heterogene Gruppe von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems. Im Gegensatz zum Hodgkin-Lymphom fehlt beim NHL der für Hodgkin typische Nachweis von Reed-Sternberg-Zellen. Die Erkrankung geht von entarteten Lymphozyten – weißen Blutkörperchen des Immunsystems – aus und kann sowohl B-Lymphozyten als auch T-Lymphozyten betreffen. NHL umfasst mehr als 60 verschiedene Subtypen, die sich in ihrem Verlauf, ihrer Behandlung und ihrer Prognose erheblich unterscheiden.
Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Non-Hodgkin-Lymphoms sind in vielen Fällen nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren können das Risiko erhöhen:
Die Symptome eines Non-Hodgkin-Lymphoms können je nach Subtyp und Ausbreitung der Erkrankung variieren. Häufige Zeichen sind:
Die Diagnose eines NHL erfordert eine Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden:
NHL wird nach der Ann-Arbor-Klassifikation in vier Stadien (I bis IV) eingeteilt, abhängig davon, wie weit sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat. Zusätzlich unterscheidet man zwischen indolenten (langsam wachsenden) und aggressiven (schnell wachsenden) Lymphomen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Subtyp, dem Stadium und dem Allgemeinzustand des Patienten. Die wichtigsten Therapieoptionen umfassen:
Die Chemotherapie ist häufig die Grundlage der NHL-Behandlung. Ein weit verbreitetes Schema ist R-CHOP, das die Wirkstoffe Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison kombiniert.
Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der gezielt das CD20-Protein auf B-Lymphozyten angreift und diese zerstört. Er wird bei vielen B-Zell-Lymphomen eingesetzt.
Bei lokal begrenzten Erkrankungen oder zur Konsolidierung nach der Chemotherapie kann eine Strahlentherapie angewendet werden.
Bei rezidivierten oder therapieresistenten NHL kann eine autologe oder allogene Stammzelltransplantation in Betracht gezogen werden.
Neuere Ansätze umfassen zielgerichtete Therapien (z. B. BTK-Inhibitoren wie Ibrutinib) sowie die innovative CAR-T-Zell-Therapie, bei der patienteneigene T-Zellen genetisch verändert werden, um Lymphomzellen gezielt zu bekämpfen.
Bei indolenten Lymphomen ohne Krankheitssymptome kann zunächst ein abwartendes Vorgehen ('Watch and Wait') gerechtfertigt sein.
Die Prognose hängt stark vom Subtyp, dem Stadium und dem Ansprechen auf die Therapie ab. Aggressive NHL sprechen oft gut auf intensive Chemotherapie an und können in vielen Fällen geheilt werden. Indolente NHL verlaufen chronisch und sind häufig nicht heilbar, aber über viele Jahre kontrollierbar. Moderne Therapieansätze haben die Überlebenschancen deutlich verbessert.
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