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Nüchterninsulin ist der Insulinspiegel im Blut nach mindestens 8 Stunden Nahrungskarenz. Er dient als wichtiger Marker für Insulinresistenz und Diabetes-Risiko.
Nüchterninsulin ist der Insulinspiegel im Blut nach mindestens 8 Stunden Nahrungskarenz. Er dient als wichtiger Marker für Insulinresistenz und Diabetes-Risiko.
Nüchterninsulin bezeichnet die Konzentration des Hormons Insulin im Blut, gemessen nach einer Fastenperiode von mindestens 8 bis 12 Stunden ohne Nahrungsaufnahme. Da nach einer Mahlzeit Insulin ausgeschüttet wird, um den Blutzucker zu regulieren, spiegelt der Nüchternwert den Grundbedarf des Körpers an Insulin wider – also die Menge, die benötigt wird, um den Blutzucker in Ruhe stabil zu halten.
Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert wird. Es ermöglicht den Körperzellen, Glukose (Zucker) aus dem Blut aufzunehmen und als Energie zu nutzen. Ein erhöhter Nüchterninsulinspiegel kann ein frühes Warnsignal für eine Insulinresistenz sein, bei der die Zellen nicht mehr ausreichend auf Insulin ansprechen und die Bauchspeicheldrüse als Ausgleich mehr Insulin produziert.
Die Messung des Nüchterninsulins ist ein wertvolles diagnostisches Werkzeug, da erhöhte Werte häufig bereits Jahre vor einem manifesten Typ-2-Diabetes auftreten. Es dient als Marker für:
Die Referenzwerte für Nüchterninsulin können je nach Labor leicht variieren. Als allgemeine Orientierung gelten folgende Richtwerte:
Wichtig: Ein einzelner Wert sollte immer im Kontext anderer Parameter wie dem Nüchternblutzucker, dem HbA1c-Wert (Langzeit-Blutzucker) und dem klinischen Bild des Patienten bewertet werden.
Ein gängiges Verfahren zur Beurteilung der Insulinresistenz ist der HOMA-IR-Index (Homeostatic Model Assessment of Insulin Resistance). Er wird aus dem Nüchterninsulin und dem Nüchternblutzucker berechnet:
HOMA-IR = (Nüchterninsulin in mIU/l × Nüchternblutzucker in mmol/l) ÷ 22,5
Ein HOMA-IR-Wert über 2,0 gilt als Hinweis auf Insulinresistenz, Werte über 2,5 sind deutlich erhöht. Dieser Index wird vor allem in der Forschung und zunehmend auch in der klinischen Praxis eingesetzt.
Die Blutabnahme zur Bestimmung des Nüchterninsulins erfolgt morgens nach einer Fastenzeit von mindestens 8, idealerweise 10 bis 12 Stunden. Während dieser Zeit darf außer Wasser nichts getrunken oder gegessen werden. Auch Kaffee, Tee oder Säfte ohne Zucker können die Insulinausschüttung beeinflussen und sollten vermieden werden.
Einflussfaktoren auf den Nüchterninsulinspiegel sind:
Ein dauerhaft erhöhter Nüchterninsulinspiegel entsteht häufig durch einen Teufelskreis: Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht führen zur Insulinresistenz, woraufhin die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin produziert, um den Blutzucker zu kontrollieren. Weitere Ursachen können sein:
Erhöhte Nüchterninsulinspiegel im Rahmen einer Insulinresistenz lassen sich in vielen Fällen durch Lebensstiländerungen deutlich verbessern:
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