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Eine Oberarmkopffraktur ist ein Knochenbruch am oberen Ende des Oberarmknochens. Sie zählt zu den häufigsten Frakturen und betrifft oft ältere Menschen.
Eine Oberarmkopffraktur ist ein Knochenbruch am oberen Ende des Oberarmknochens. Sie zählt zu den häufigsten Frakturen und betrifft oft ältere Menschen.
Die Oberarmkopffraktur (auch Humeruskopffraktur genannt) ist ein Knochenbruch im Bereich des Oberarmkopfes – also am oberen Ende des Oberarmknochens (Humerus), der das Schultergelenk bildet. Sie gehört zu den häufigsten Frakturen des menschlichen Körpers und macht etwa 5 % aller Knochenbrüche aus. Besonders betroffen sind ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr, da mit zunehmendem Alter die Knochendichte abnimmt (Osteoporose). Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Die häufigste Ursache einer Oberarmkopffraktur ist ein Sturz auf den ausgestreckten Arm oder direkt auf die Schulter. Weitere mögliche Ursachen sind:
Nach einer Oberarmkopffraktur treten typischerweise folgende Beschwerden auf:
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:
Für die Klassifikation und Therapieplanung wird häufig die Neer-Klassifikation verwendet, die Frakturen anhand der Anzahl der dislozierten Fragmente einteilt (1- bis 4-Fragment-Fraktur).
Nicht verschobene oder nur gering verschobene Frakturen (etwa 80 % aller Fälle) können in der Regel konservativ behandelt werden. Dabei wird der Arm mit einer speziellen Armschlinge (Gilchrist-Verband oder ähnliche Orthesen) für mehrere Wochen ruhiggestellt. Schmerztherapie und frühzeitige physiotherapeutische Übungen zur Vermeidung von Schultersteife sind wichtige Bestandteile der Behandlung.
Stark verschobene, instabile oder mehrfragmentäre Frakturen erfordern eine operative Versorgung. Je nach Frakturtyp und Patientenalter kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:
Die Nachbehandlung ist entscheidend für das funktionelle Ergebnis. Sie umfasst:
Die Heilungsdauer beträgt je nach Schweregrad der Fraktur und gewählter Behandlungsmethode in der Regel 6 bis 12 Wochen, eine vollständige Rehabilitation kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.
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