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Ösophagusdivertikel – Ursachen, Symptome & Therapie

Ein Ösophagusdivertikel ist eine sackartige Ausstülpung der Speiseröhrenwand. Es kann Schluckbeschwerden, Regurgitation und Husten verursachen und wird je nach Schwere konservativ oder operativ behandelt.

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Wissenswertes über "Ösophagusdivertikel"

Ein Ösophagusdivertikel ist eine sackartige Ausstülpung der Speiseröhrenwand. Es kann Schluckbeschwerden, Regurgitation und Husten verursachen und wird je nach Schwere konservativ oder operativ behandelt.

Was ist ein Ösophagusdivertikel?

Ein Ösophagusdivertikel ist eine abnorme, sackartige Ausstülpung der Wand der Speiseröhre (Ösophagus). In diesem Sack können sich Speisereste und Schleim ansammeln, was zu verschiedenen Beschwerden führen kann. Divertikel können an verschiedenen Stellen der Speiseröhre auftreten und werden je nach Lage und Entstehungsmechanismus in verschiedene Typen unterteilt.

Arten von Ösophagusdivertikeln

Zenker-Divertikel

Das Zenker-Divertikel ist das häufigste Ösophagusdivertikel und entsteht im Übergangsbereich zwischen Rachen und Speiseröhre (pharyngoösophagealer Übergang). Es handelt sich um ein sogenanntes Pulsionsdivertikel, das durch erhöhten Innendruck entsteht, wenn die Muskulatur des oberen Schließmuskels nicht richtig entspannt.

Bifurkationsdivertikel

Diese Divertikel treten in Höhe der Luftröhrengabelung (Trachealbifurkation) auf und entstehen oft infolge von entzündlichen Prozessen in den umliegenden Lymphknoten, zum Beispiel bei Tuberkulose. Sie werden auch als Traktionsdivertikel bezeichnet, da sie durch Zugkräfte von außen entstehen.

Epiphrenisches Divertikel

Das epiphrenische Divertikel befindet sich im unteren Abschnitt der Speiseröhre, kurz oberhalb des Zwerchfells. Es ist ebenfalls ein Pulsionsdivertikel und entsteht häufig im Zusammenhang mit Motilitätsstörungen der Speiseröhre, wie zum Beispiel einem Achalasie.

Ursachen

Die Entstehung von Ösophagusdivertikeln ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen:

  • Erhöhter intraluminaler Druck durch gestörte Koordination der Speiseröhrenmuskulatur (Pulsionsdivertikel)
  • Externe Zugkräfte durch vernarbte Lymphknoten oder entzündliche Erkrankungen (Traktionsdivertikel)
  • Motilitätsstörungen der Speiseröhre, insbesondere Achalasie oder Ösophagusspasmen
  • Bindegewebsschwäche der Speiseröhrenwand
  • Höheres Lebensalter als prädisponierender Faktor

Symptome

Kleine Divertikel verursachen oft keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Größere Divertikel können jedoch folgende Symptome hervorrufen:

  • Dysphagie (Schluckbeschwerden)
  • Regurgitation (Hochsteigen von unverdauten Speiseresten)
  • Chronischer Husten oder Räusperzwang
  • Mundgeruch (Halitosis) durch fermentierte Speisereste im Divertikelsack
  • Gefühl eines Fremdkörpers im Hals
  • Gewichtsverlust bei ausgeprägten Schluckbeschwerden
  • In seltenen Fällen: Aspiration und damit verbundene Lungenentzündungen

Diagnose

Zur Diagnose eines Ösophagusdivertikels stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

  • Röntgen-Breischluck (Ösophagographie): Standardverfahren, bei dem der Patient ein Kontrastmittel schluckt und die Speiseröhre geröntgt wird. Divertikel sind dabei deutlich sichtbar.
  • Endoskopie (Spiegelung der Speiseröhre): Erlaubt die direkte Beurteilung der Schleimhaut, muss jedoch bei Zenker-Divertikeln mit besonderer Vorsicht durchgeführt werden.
  • CT des Thorax (Computertomographie des Brustkorbs): Liefert zusätzliche Informationen über die Lage und Ausdehnung des Divertikels sowie umliegende Strukturen.
  • Ösophagusmanometrie: Messung des Drucks in der Speiseröhre zur Erkennung von Motilitätsstörungen als mögliche Ursache.

Behandlung

Konservative Behandlung

Kleine, symptomlose Divertikel erfordern oft keine Behandlung. Empfohlen werden regelmäßige Kontrollen sowie verhaltenstherapeutische Maßnahmen wie langsames Essen, gründliches Kauen und das Trinken von ausreichend Wasser nach den Mahlzeiten.

Endoskopische Behandlung

Beim Zenker-Divertikel ist die endoskopische Septumspaltung (Durchtrennung der Wand zwischen Divertikelsack und Speiseröhre) eine etablierte und minimalinvasive Methode. Sie wird über ein starres oder flexibles Endoskop durchgeführt und hat eine hohe Erfolgsrate.

Operative Behandlung

Bei großen, symptomatischen Divertikeln oder wenn endoskopische Verfahren nicht möglich sind, ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. Dabei wird der Divertikelsack entfernt (Divertikelabtragung) und oft gleichzeitig eine Myotomie (Durchtrennung des betroffenen Schließmuskels) durchgeführt, um den erhöhten Druck zu reduzieren und ein Wiederauftreten zu verhindern.

Komplikationen

Unbehandelte oder größer werdende Divertikel können zu ernsthaften Komplikationen führen:

  • Aspiration: Einatmen von Speiseresten in die Lunge mit der Gefahr einer Aspirationspneumonie
  • Perforation: Spontaner oder iatrogener Einriss des Divertikels
  • Maligne Entartung: In sehr seltenen Fällen kann sich im Divertikel ein Karzinom entwickeln

Quellen

  1. Patti MG, Gantert W, Way LW: Surgery of the esophagus. In: Surgical Clinics of North America, 1997.
  2. Spiess AE, Kahrilas PJ: Treating achalasia: from whalebone to laparoscope. In: JAMA, 1998.
  3. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Speiseröhre, 2023.

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