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Der Östrogenmetabolismus beschreibt den Abbau und die Umwandlung von Östrogenen im Körper. Er spielt eine zentrale Rolle für die hormonelle Balance und die Gesundheit.
Der Östrogenmetabolismus beschreibt den Abbau und die Umwandlung von Östrogenen im Körper. Er spielt eine zentrale Rolle für die hormonelle Balance und die Gesundheit.
Der Östrogenmetabolismus bezeichnet die biochemischen Prozesse, durch die Östrogene – weibliche Sexualhormone – im menschlichen Körper gebildet, umgewandelt und abgebaut werden. Östrogene sind nicht nur für die reproduktive Gesundheit bedeutsam, sondern beeinflussen auch Knochen, Herz-Kreislauf-System, Gehirn und Stoffwechsel. Ein ausgewogener Östrogenmetabolismus ist entscheidend für das hormonelle Gleichgewicht bei Frauen und Männern.
Östrogene werden hauptsächlich in den Eierstöcken (Ovarien), aber auch in der Nebennierenrinde, im Fettgewebe und der Plazenta (während der Schwangerschaft) synthetisiert. Ausgangsstoff ist Cholesterin, aus dem über mehrere enzymatische Schritte zunächst Androgene und schließlich Östrogene wie Östradiol (E2), Östron (E1) und Östriol (E3) entstehen. Das Enzym Aromatase spielt dabei eine Schlüsselrolle, da es Androgene in Östrogene umwandelt.
Der Abbau von Östrogenen erfolgt überwiegend in der Leber. Dabei entstehen verschiedene Metaboliten, die unterschiedliche biologische Aktivitäten aufweisen:
Nach der Hydroxylierung werden die Metaboliten durch Methylierung (Enzym COMT) und Konjugation (Glucuronidierung, Sulfatierung) weiter inaktiviert und über Galle oder Urin ausgeschieden.
Ein wichtiger Aspekt des Östrogenmetabolismus ist der enterohepatische Kreislauf. In der Leber konjugierte Östrogene werden mit der Galle in den Darm ausgeschieden. Dort können Darmbakterien (das sogenannte Estrobolom) mithilfe des Enzyms Beta-Glucuronidase die Konjugate wieder spalten, wodurch freie Östrogene in den Blutkreislauf rückresorbiert werden können. Eine gestörte Darmflora (Dysbiose) kann so zu erhöhten Östrogenspiegeln im Körper beitragen.
Verschiedene Faktoren beeinflussen, wie Östrogene im Körper abgebaut werden:
Ein gestörter Östrogenmetabolismus kann mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung stehen:
Die Beurteilung des Östrogenmetabolismus kann durch verschiedene Laboruntersuchungen erfolgen:
Je nach klinischem Befund stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, um den Östrogenmetabolismus zu unterstützen:
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