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Die Östrogenrezeptoranalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das feststellt, ob Tumorzellen Östrogenrezeptoren tragen. Das Ergebnis beeinflusst die Wahl der Krebstherapie entscheidend.
Die Östrogenrezeptoranalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das feststellt, ob Tumorzellen Östrogenrezeptoren tragen. Das Ergebnis beeinflusst die Wahl der Krebstherapie entscheidend.
Die Östrogenrezeptoranalyse (kurz: ER-Analyse) ist ein labordiagnostisches Verfahren, das untersucht, ob Krebszellen – insbesondere bei Brustkrebs – sogenannte Östrogenrezeptoren (ER) auf ihrer Oberfläche oder in ihrem Zellkern tragen. Östrogenrezeptoren sind Eiweißmoleküle, an die das Hormon Östrogen andocken kann. Wenn ein Tumor östrogenrezeptorpositiv (ER+) ist, bedeutet das, dass das Hormonsignal das Tumorwachstum antreiben kann. Diese Information ist für die Planung der Krebsbehandlung von zentraler Bedeutung.
Die Östrogenrezeptoranalyse wird vor allem in folgenden klinischen Situationen eingesetzt:
Die Östrogenrezeptoranalyse wird in der Regel an einer Gewebeprobe (Biopsie) durchgeführt, die im Rahmen einer Tumorentfernung oder Stanzbiopsie gewonnen wird. Das entnommene Gewebe wird im pathologischen Labor aufbereitet und mit speziellen Methoden untersucht:
Das am häufigsten verwendete Verfahren ist die Immunhistochemie. Dabei werden gefärbte Antikörper eingesetzt, die gezielt an Östrogenrezeptoren binden. Unter dem Mikroskop kann der Pathologe anschließend erkennen, wie viele Tumorzellen Rezeptoren tragen und wie stark diese ausgeprägt sind. Das Ergebnis wird häufig als prozentualer Anteil positiver Zellen sowie als Intensität der Färbung angegeben – zusammengefasst im sogenannten Allred-Score oder H-Score.
In bestimmten Fällen werden ergänzend molekulare Verfahren wie die RT-PCR (Reverse-Transkriptase-Polymerasekettenreaktion) oder Genexpressionsanalysen eingesetzt, um den Östrogen-Rezeptor-Status auf RNA-Ebene zu bestimmen.
Das Ergebnis der Östrogenrezeptoranalyse wird in zwei Hauptkategorien eingeteilt:
Das Ergebnis der Östrogenrezeptoranalyse hat direkte Auswirkungen auf die Behandlung:
Es ist wichtig zu wissen, dass sich der Östrogenrezeptorstatus im Laufe der Erkrankung oder unter Therapie verändern kann. Deshalb wird bei einem Rückfall oder bei neu auftretenden Metastasen häufig eine erneute Biopsie und Rezeptoranalyse empfohlen, um die Therapie anzupassen.
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