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Eine offene Fraktur ist ein Knochenbruch, bei dem die Knochenfragmente die Haut durchdringen. Sie gilt als medizinischer Notfall und erfordert sofortige Behandlung.
Eine offene Fraktur ist ein Knochenbruch, bei dem die Knochenfragmente die Haut durchdringen. Sie gilt als medizinischer Notfall und erfordert sofortige Behandlung.
Eine offene Fraktur (auch als offener Knochenbruch bezeichnet) ist eine schwere Form des Knochenbruchs, bei der die gebrochenen Knochenenden oder Knochensplitter die umgebende Haut durchbohren oder eine Wunde im Bereich des Bruchs besteht, die bis zum Knochen reicht. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem gebrochenen Knochen und der Außenwelt, was das Infektionsrisiko erheblich erhöht. Eine offene Fraktur gilt als medizinischer Notfall und muss umgehend behandelt werden.
Offene Frakturen entstehen in der Regel durch starke, direkte oder indirekte Gewalteinwirkung auf den Knochen. Häufige Ursachen sind:
Besonders häufig betroffen sind die langen Röhrenknochen der Unterschenkel (Tibia, Fibula) sowie die Knochen des Unterarms und des Oberschenkels.
Die gängigste Einteilung offener Frakturen erfolgt nach der Klassifikation von Gustilo und Anderson, die den Schweregrad anhand der Wundgröße, der Gewebeverletzung und der Verschmutzung beschreibt:
Die typischen Zeichen einer offenen Fraktur sind:
Die Diagnose einer offenen Fraktur ist in der Regel bereits klinisch offensichtlich. Zur genauen Beurteilung des Ausmaßes der Verletzung werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
Die Behandlung einer offenen Fraktur ist komplex und erfordert in der Regel einen operativen Eingriff. Die wichtigsten Behandlungsschritte sind:
Bei der Erstversorgung am Unfallort oder in der Notaufnahme steht die Blutungskontrolle, der Schutz der Wunde vor weiterer Verschmutzung sowie die Ruhigstellung des betroffenen Gliedmaßenabschnitts im Vordergrund. Eine sterile Wundabdeckung und Schmerztherapie sind wichtige erste Maßnahmen.
Aufgrund des hohen Infektionsrisikos wird frühzeitig eine antibiotische Therapie eingeleitet. Je nach Schweregrad kommen verschiedene Antibiotika-Regime zum Einsatz, meist Cephalosporine und ggf. Aminoglykoside oder Penicillin bei starker Verschmutzung.
Der chirurgische Eingriff umfasst folgende Schritte:
Nach der Operation sind regelmäßige Wundkontrollen, Physiotherapie und eine langfristige Überwachung des Heilungsverlaufs notwendig. Komplikationen wie Osteitis (Knochenentzündung), Pseudarthrose (ausbleibende Knochenheilung) oder Kompartmentsyndrom müssen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Offene Frakturen bergen ein deutlich höheres Komplikationsrisiko als geschlossene Frakturen. Mögliche Komplikationen sind:
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