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Der Omega-3-Index misst den Anteil der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA in den roten Blutkörperchen. Er gilt als wichtiger Marker für die Herzgesundheit.
Der Omega-3-Index misst den Anteil der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA in den roten Blutkörperchen. Er gilt als wichtiger Marker für die Herzgesundheit.
Der Omega-3-Index ist ein Bluttest, der den prozentualen Anteil der langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) an der Gesamtmenge der Fettsäuren in den Membranen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) angibt. Er wurde erstmals 2004 von den Wissenschaftlern William Harris und Clemens von Schacky beschrieben und hat sich seitdem als anerkannter Biomarker für den langfristigen Omega-3-Status im Körper etabliert.
Da sich die Zusammensetzung der Zellmembranen der roten Blutkörperchen über einen Zeitraum von etwa 8 bis 12 Wochen ändert, spiegelt der Omega-3-Index die durchschnittliche Versorgung mit EPA und DHA über die vergangenen 2 bis 3 Monate wider – ähnlich wie der HbA1c-Wert den langfristigen Blutzuckerspiegel bei Diabetikern anzeigt.
Der Omega-3-Index wird in Prozent angegeben. Die Forschung unterscheidet drei Risikobereiche:
Ein niedriger Omega-3-Index wird in zahlreichen Studien mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen (insbesondere Vorhofflimmern) und plötzlichem Herztod in Verbindung gebracht. Darüber hinaus gibt es wissenschaftliche Hinweise auf Zusammenhänge mit:
Die Messung erfolgt über eine einfache Blutentnahme. Das Blut wird in einem spezialisierten Labor analysiert, wobei die Fettsäurezusammensetzung der Erythrozytenmembranen mittels Gaschromatographie bestimmt wird. Spezielle Heimtests, bei denen ein kleiner Tropfen Kapillarblut per Fingerstich gewonnen wird, sind ebenfalls verfügbar. Wichtig ist, dass eine standardisierte Methode verwendet wird, um vergleichbare und zuverlässige Ergebnisse zu erhalten.
Der wichtigste Faktor zur Erhöhung des Omega-3-Index ist eine regelmäßige Zufuhr von EPA und DHA. Dies kann erreicht werden durch:
Pflanzliche Omega-3-Quellen wie Leinsämen oder Walnüsse liefern hauptsächlich Alpha-Linolensäure (ALA), die im Körper nur in geringem Maße in EPA und DHA umgewandelt wird und daher den Omega-3-Index kaum beeinflusst.
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