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Der One-Carbon Metabolismus ist ein zentrales biochemisches Netzwerk, das Einkohlenstoffeinheiten überträgt und für DNA-Synthese, Reparatur und Methylierungsprozesse essenziell ist.
Der One-Carbon Metabolismus ist ein zentrales biochemisches Netzwerk, das Einkohlenstoffeinheiten überträgt und für DNA-Synthese, Reparatur und Methylierungsprozesse essenziell ist.
Der One-Carbon Metabolismus (auch Einkohlenstoff-Metabolismus oder C1-Stoffwechsel genannt) bezeichnet ein komplexes biochemisches Netzwerk, das den Transfer von Einkohlenstoffeinheiten (sogenannte C1-Gruppen, z. B. Methylgruppen) zwischen verschiedenen Molekülen ermöglicht. Diese Reaktionen sind fundamental für zahlreiche Lebensprozesse, darunter die Synthese von DNA und RNA, die Regulation der Genexpression durch Methylierung sowie die Produktion wichtiger Aminosäuren und Neurotransmitter.
Das Netzwerk ist eng verknüpft mit dem Folatzyklus und dem Methionin-Zyklus und involviert eine Reihe essenzieller Mikronährstoffe, insbesondere Folat (Vitamin B9), Vitamin B12, Vitamin B6 und Riboflavin (Vitamin B2). Ein gestörter One-Carbon Metabolismus kann weitreichende gesundheitliche Folgen haben.
Im Zentrum des One-Carbon Metabolismus stehen zwei miteinander verbundene Stoffwechselwege:
Der One-Carbon Metabolismus ist auf eine ausreichende Zufuhr mehrerer Mikronährstoffe angewiesen:
Der One-Carbon Metabolismus liefert die notwendigen Bausteine (Purine und Thymidin) für die DNA-Replikation. Dies ist besonders in rasch proliferierenden Geweben wie Knochenmark und Darmschleimhaut von Bedeutung.
Durch die Bereitstellung von SAM steuert der C1-Metabolismus die DNA-Methylierung, einen zentralen epigenetischen Mechanismus. Veränderungen im Methylierungsmuster beeinflussen die Genexpression und können zur Entstehung von Krankheiten beitragen.
Methylierungsreaktionen, die über SAM laufen, sind an der Synthese von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Adrenalin beteiligt. Ein gestörter C1-Metabolismus kann daher neurologische und psychiatrische Auswirkungen haben.
Ein wichtiger Indikator für die Funktion des One-Carbon Metabolismus ist der Homocysteinspiegel im Blut. Erhöhte Homocysteinwerte (Hyperhomocysteinämie) gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und Schwangerschaftskomplikationen.
Eine gestörte Funktion des One-Carbon Metabolismus kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden:
Zur Beurteilung des One-Carbon Metabolismus können folgende Parameter im Blut bestimmt werden:
Die wichtigste Maßnahme zur Unterstützung des One-Carbon Metabolismus ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend B-Vitaminen und Folat. Empfehlungen umfassen:
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