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Ononin ist ein natürlich vorkommendes Isoflavonoid aus Pflanzen wie Rotklee und Süßholz mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.
Ononin ist ein natürlich vorkommendes Isoflavonoid aus Pflanzen wie Rotklee und Süßholz mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.
Ononin ist ein Isoflavonoid – eine Untergruppe der pflanzlichen Polyphenole – das natürlich in verschiedenen Pflanzenarten vorkommt. Es gehört zur chemischen Klasse der Isoflavonoide und ist strukturell mit anderen bekannten Isoflavonen wie Formononetin und Biochanin A verwandt. In der Natur findet sich Ononin vor allem in Pflanzen der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), darunter Rotklee (Trifolium pratense), Süßholz (Glycyrrhiza spp.) sowie der Pflanze Ononis spinosa (Dornige Hauhechel), nach der die Verbindung benannt ist.
Chemisch gesehen ist Ononin das 7-O-Glucosid von Formononetin, das heißt, es besteht aus dem Isoflavon Formononetin, an das ein Glucosemolekül gebunden ist. Diese glykosidische Bindung beeinflusst die Löslichkeit, die Bioverfügbarkeit und den Stoffwechsel der Verbindung im menschlichen Körper. Nach der Aufnahme über die Nahrung wird Ononin im Darm durch Enzyme und Darmbakterien in das freie Aglykon Formononetin umgewandelt.
Ononin kommt in mehreren medizinisch und ernährungswissenschaftlich relevanten Pflanzen vor:
Ononin und sein Aglykon Formononetin haben in präklinischen Studien mehrere biologische Aktivitäten gezeigt:
Wie viele Polyphenole ist Ononin in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren und damit oxidativen Stress in Zellen zu reduzieren. Oxidativer Stress ist an der Entstehung zahlreicher chronischer Erkrankungen beteiligt, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und neurodegenerative Erkrankungen.
In Laborstudien hat Ononin entzündungsfördernde Signalwege gehemmt, insbesondere durch die Modulation von Zytokinen und Entzündungsmediatoren wie NF-κB (Nuklearer Faktor Kappa B). Dieser Mechanismus könnte bei entzündlichen Erkrankungen von Bedeutung sein.
Als Isoflavonoid besitzt Ononin eine strukturelle Ähnlichkeit mit dem weiblichen Sexualhormon Östrogen. Es kann schwach an Östrogen-Rezeptoren binden und wird daher als Phytoöstrogen eingestuft. Diese Eigenschaft wird im Zusammenhang mit der Linderung von Wechseljahresbeschwerden sowie möglichen Auswirkungen auf die Knochen- und Herzgesundheit diskutiert.
Erste präklinische Untersuchungen deuten darauf hin, dass Ononin bestimmte Krebszelllinien in ihrem Wachstum hemmen kann, unter anderem durch die Induktion von Apoptose (programmierter Zelltod) und die Hemmung von Zellproliferations-Signalwegen. Diese Ergebnisse stammen jedoch aus Zellkulturexperimenten und Tierversuchen; klinische Studien am Menschen fehlen bisher weitgehend.
Ononin selbst wird derzeit nicht als isoliertes Arzneimittel eingesetzt. Es ist jedoch Bestandteil von pflanzlichen Präparaten und Extrakten, die traditionell angewendet werden. Die Forschung konzentriert sich auf:
Es ist zu beachten, dass die meisten vorliegenden Studien zu Ononin präklinischer Natur sind (In-vitro- und Tiermodelle). Klinisch kontrollierte Studien am Menschen sind notwendig, bevor medizinische Anwendungsempfehlungen ausgesprochen werden können.
Da Ononin ein natürlicher Pflanzenstoff ist, gilt es bei nahrungsmittelmäßiger Aufnahme allgemein als sicher. Dennoch sind folgende Punkte zu beachten:
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