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Opioidrotation bezeichnet den gezielten Wechsel von einem Opioid-Schmerzmittel auf ein anderes, um die Schmerzlinderung zu verbessern oder Nebenwirkungen zu reduzieren.
Opioidrotation bezeichnet den gezielten Wechsel von einem Opioid-Schmerzmittel auf ein anderes, um die Schmerzlinderung zu verbessern oder Nebenwirkungen zu reduzieren.
Die Opioidrotation (auch Opiatrotation genannt) ist ein klinisches Verfahren in der Schmerztherapie, bei dem ein Patient von einem Opioid-Wirkstoff auf einen anderen umgestellt wird. Ziel dieser Methode ist es, eine bessere Schmerzkontrolle zu erreichen, Nebenwirkungen zu verringern oder einer Toleranzentwicklung entgegenzuwirken. Sie wird vor allem in der Palliativmedizin und bei der Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt.
Eine Opioidrotation wird in verschiedenen klinischen Situationen empfohlen:
Opioide wirken, indem sie an spezifische Opioidrezeptoren im Gehirn, Rückenmark und im Körpergewebe binden. Die verschiedenen Opioid-Wirkstoffe – zum Beispiel Morphin, Oxycodon, Hydromorphon, Fentanyl, Buprenorphin oder Methadon – unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur, ihrer Affinität zu bestimmten Rezeptor-Subtypen sowie in ihrem Metabolismus. Diese Unterschiede erklären, warum ein Patient auf ein bestimmtes Opioid besser ansprechen kann als auf ein anderes.
Bei der Opioidrotation nutzt man das Phänomen der inkompletten Kreuztoleranz: Die Toleranz, die ein Patient gegenüber einem bestimmten Opioid entwickelt hat, überträgt sich nicht vollständig auf ein anderes Opioid. Dies ermöglicht es, mit einer relativ niedrigeren Dosis des neuen Opioids eine vergleichbare oder sogar bessere Wirkung zu erzielen.
Die Umstellung erfolgt mithilfe von Äquianalgetischen Tabellen, die die relative Wirkstärke verschiedener Opioide miteinander vergleichen. Dabei wird die aktuelle Tagesdosis des bisherigen Opioids in eine äquianalgetische Dosis des neuen Opioids umgerechnet.
Aufgrund der inkompletten Kreuztoleranz wird die berechnete äquianalgetische Dosis des neuen Opioids in der Regel um 25–50 % reduziert, um eine Überdosierung zu vermeiden. Anschließend wird die Dosis individuell angepasst (titriert), bis eine optimale Schmerzkontrolle erreicht ist.
Zu den am häufigsten bei einer Opioidrotation verwendeten Substanzen gehören:
Die Opioidrotation ist ein komplexes Verfahren, das eine sorgfältige ärztliche Überwachung erfordert. Zu den potenziellen Risiken gehören:
Die Opioidrotation sollte stets durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte – vorzugsweise mit schmerzmedizinischer oder palliativmedizinischer Expertise – durchgeführt werden.
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