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Das Oropouche-Virus verursacht fieberhafte Tropeninfekte mit grippeähnlichen Symptomen. Übertragen durch Mücken, ohne Impfung oder Therapie – wachsendes Risiko in Südamerika.
Das Oropouche-Virus (OROV) gehört zur Gattung Orthobunyavirus innerhalb der Peribunyaviridae-Familie und wird hauptsächlich durch Stechmücken (z. B. Culicoides paraensis) und gelegentlich auch durch bestimmte Gnitzenarten auf den Menschen übertragen.
Es handelt sich um ein sogenanntes Arbovirus (arthropod-borne virus), das vor allem in Südamerika, insbesondere in Brasilien, Peru, Panama und Trinidad, vermehrt in Ausbrüchen beobachtet wurde. Die Erkrankung, die es hervorruft, wird als Oropouche-Fieber bezeichnet und gilt als nicht tödlich, aber hoch infektiös. Typischerweise treten die Symptome plötzlich und grippeähnlich auf, darunter Fieber, starke Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost und Lichtempfindlichkeit. Bei einem Teil der Patienten kommt es nach Abklingen der ersten Beschwerden zu einem Rückfall des Fiebers – eine sogenannte biphasische Verlaufsform. In seltenen Fällen wurde auch über meningitisähnliche neurologische Komplikationen berichtet, insbesondere bei immungeschwächten Personen.
Die Inkubationszeit beträgt meist 4 bis 8 Tage. Eine spezifische antivirale Therapie existiert bislang nicht. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, mit Fokus auf Fiebersenkung, Flüssigkeitszufuhr und körperlicher Schonung. Da das Virus in tropischen Regionen zirkuliert, spielt der Mückenschutz (Repellents, Moskitonetze, Kleidung) eine zentrale Rolle in der Prävention. Das Oropouche-Virus gilt als potenzieller Kandidat für zukünftige größere Ausbrüche, da es in dicht besiedelten Regionen durch Stechmücken epidemieartig zirkulieren kann. Ein Impfstoff steht bislang nicht zur Verfügung, wird aber intensiv erforscht.
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