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Das Os sphenoidale (Keilbein) ist ein zentraler Schädelknochen, der an der Schädelbasis liegt und wichtige Strukturen wie Nerven und Gefäße schützt.
Das Os sphenoidale (Keilbein) ist ein zentraler Schädelknochen, der an der Schädelbasis liegt und wichtige Strukturen wie Nerven und Gefäße schützt.
Das Os sphenoidale, auf Deutsch als Keilbein bezeichnet, ist ein unpaarer Knochen im zentralen Bereich der Schädelbasis. Aufgrund seiner charakteristischen Form – mit einem Körper, zwei großen Flügeln, zwei kleinen Flügeln und zwei Flügelfortsätzen – wird er oft mit einem Schmetterling verglichen. Das Keilbein ist ein wesentlicher Bestandteil des Hirnschädels und artikuliert mit zahlreichen anderen Schädelknochen.
Das Os sphenoidale gliedert sich in mehrere Abschnitte:
Das Keilbein enthält mehrere bedeutsame Foramina (Öffnungen) und Kanäle, durch die Nerven und Blutgefäße verlaufen:
Das Keilbein erfüllt mehrere wichtige Aufgaben:
Das Os sphenoidale ist aufgrund seiner zentralen Lage und seiner engen Beziehung zu wichtigen Strukturen klinisch sehr bedeutsam.
Brüche des Keilbeins entstehen meist durch schwere Schädeltraumen. Da das Keilbein eng mit der Arteria carotis interna, der Hypophyse und zahlreichen Hirnnerven in Kontakt steht, können Keilbeinfrakturen zu ernsthaften Komplikationen wie Hirnnervenausfällen, Sehverlust, Hormonausfällen (durch Hypophysenschädigung) oder lebensbedrohlichen Blutungen führen.
Eine Entzündung der Keilbeinhöhlen (Sinusitis sphenoidalis) ist zwar selten, aber potenziell gefährlich. Symptome sind diffuse Kopfschmerzen (häufig im Hinterkopf- oder Scheitelbereich), Druckgefühl und bei Ausbreitung der Entzündung das Risiko einer Meningitis oder Hirnabszessbildung.
Tumoren der Hypophyse (z. B. Hypophysenadenome) liegen in direkter Nachbarschaft zum Keilbein. Sie können durch einen transsphenoidalen Zugang – also durch die Keilbeinhöhle hindurch – operativ entfernt werden. Diese minimalinvasive Technik nutzt die anatomische Lage des Os sphenoidale als natürlichen Operationszugang.
In der Radiologie und besonders in der Computertomographie (CT) sowie der Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels ist das Keilbein ein wichtiger anatomischer Orientierungspunkt. Veränderungen an diesem Knochen können auf Tumoren, Entzündungen oder traumatische Verletzungen hinweisen.
Das Os sphenoidale entwickelt sich aus mehreren Ossifikationszentren, die sich während der Embryonalentwicklung und der frühen Kindheit vereinigen. Die vollständige Verknöcherung ist im Allgemeinen bis zum Ende des ersten Lebensjahrzehnts abgeschlossen. Das Keilbein besteht teils aus enchondral (aus Knorpel) und teils aus desmال (aus Bindegewebe) verknöchertem Knochengewebe.
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