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Osteocalcin ist ein Knochenprotein, das von Knochenzellen gebildet wird und eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel sowie im Energiestoffwechsel spielt.
Osteocalcin ist ein Knochenprotein, das von Knochenzellen gebildet wird und eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel sowie im Energiestoffwechsel spielt.
Osteocalcin (auch Osteokalzin geschrieben) ist ein kleines, nichtkollagenes Protein, das hauptsächlich von Osteoblasten – den knochenaufbauenden Zellen des Körpers – produziert wird. Es gehört zur Gruppe der Vitamin-K-abhängigen Proteine und ist das am häufigsten vorkommende nichtkollagene Protein im Knochengewebe. Osteocalcin bindet Kalzium und ist damit eng in den Aufbau und die Mineralisierung der Knochenmatrix eingebunden.
In den vergangenen Jahren hat die Forschung gezeigt, dass Osteocalcin weit über seine Funktion im Knochenstoffwechsel hinausgeht und als Hormon wirken kann, das verschiedene Organe und Stoffwechselprozesse beeinflusst.
Osteocalcin spielt eine wichtige Rolle bei der Mineralisierung des Knochengewebes. Es bindet Kalzium-Ionen und Hydroxylapatit – den wichtigsten mineralischen Bestandteil der Knochen – und trägt so zur Stabilität und Härte der Knochen bei. Der Spiegel von Osteocalcin im Blut gilt als anerkannter Biomarker für den Knochenumbau (Bone Turnover Marker) und wird in der Diagnostik zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels eingesetzt.
Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass Osteocalcin als Knochenhormon fungiert und verschiedene systemische Effekte ausfübt:
Die Bestimmung von Osteocalcin im Blutserum ist ein etablierter Test in der klinischen Diagnostik. Er wird eingesetzt, um den Knochenumbau zu beurteilen und Erkrankungen wie Osteoporose, Morbus Paget oder Störungen des Kalziumstoffwechsels zu überwachen. Erhöhte Werte können auf eine gesteigerte Knochenneubildung hinweisen, während erniedrigte Werte möglicherweise auf eine reduzierte Knochenaufbauaktivität hindeuten.
Die Referenzwerte für Osteocalcin im Serum variieren je nach Alter, Geschlecht und verwendetem Testverfahren. In der Regel liegen die Werte bei Erwachsenen im Bereich von 10 bis 40 ng/ml. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Werte aufgrund des aktiven Knochenwachstums deutlich höher. Bei Frauen nach der Menopause können die Werte ebenfalls ansteigen, was auf einen erhöhten Knochenumbau hinweist.
Verschiedene Faktoren können den Osteocalcin-Spiegel im Blut beeinflussen:
Osteocalcin wird in der klinischen Medizin vor allem zur Verlaufskontrolle von Osteoporose-Therapien und zur Beurteilung des allgemeinen Knochenstoffwechsels eingesetzt. Da es als Hormon systemische Wirkungen auf den Energie- und Glukosestoffwechsel hat, wird es auch im Kontext von Typ-2-Diabetes, metabolischem Syndrom und altersbedingten Stoffwechselveränderungen diskutiert. Die Forschung zu den hormonellen Funktionen von Osteocalcin beim Menschen ist jedoch noch im Gange, und viele Erkenntnisse stammen bisher aus Tiermodellen.
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