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Osteomalazie ist eine Erkrankung, bei der die Knochen weich und bruchgefährdet werden, weil sie nicht ausreichend mineralisiert sind. Ursache ist häufig ein Mangel an Vitamin D, Kalzium oder Phosphat.
Osteomalazie ist eine Erkrankung, bei der die Knochen weich und bruchgefährdet werden, weil sie nicht ausreichend mineralisiert sind. Ursache ist häufig ein Mangel an Vitamin D, Kalzium oder Phosphat.
Osteomalazie bezeichnet eine Erkrankung des Skelettsystems, bei der die Knochen trotz normaler Knochenmasse nicht ausreichend mineralisiert werden. Das bedeutet, dass das Knochengerüst zwar vorhanden ist, jedoch zu wenig Kalzium und Phosphat eingelagert wird – die Knochen werden dadurch weich, biegsam und bruchanfällig. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: osteon (Knochen) und malakia (Weichheit). Bei Kindern wird diese Erkrankung als Rachitis bezeichnet.
Die häufigste Ursache der Osteomalazie ist ein Vitamin-D-Mangel, da Vitamin D für die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm essenziell ist. Weitere Ursachen umfassen:
Die Symptome der Osteomalazie entwickeln sich oft schleichend und werden zunächst leicht übersehen. Typische Beschwerden sind:
Die Diagnose der Osteomalazie erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Labordiagnostik und bildgebenden Verfahren:
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:
Bei der häufigsten Form wird Vitamin D (Cholecalciferol, Vitamin D3) in therapeutischer Dosierung substituiert, häufig kombiniert mit Kalziumpräparaten. Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad des Mangels und wird ärztlich überwacht. Bei Erkrankungen, die die Vitamin-D-Aktivierung beeinträchtigen (z. B. Nieren- oder Lebererkrankungen), werden aktive Vitamin-D-Metabolite wie Calcitriol eingesetzt.
Liegt ein Phosphatmangel vor, erfolgt eine Substitution mit Phosphatsalzen, ggf. kombiniert mit aktivem Vitamin D.
Wenn die Osteomalazie auf eine andere Grunderkrankung zurückzuführen ist, muss diese zuerst behandelt werden – beispielsweise eine glutenfreie Diät bei Zöliakie oder eine angepasste Nierenersatztherapie bei Niereninsuffizienz.
Bei frühzeitiger Diagnose und gezielter Behandlung ist die Prognose der Osteomalazie in den meisten Fällen gut. Die Knochenmineralisierung erholt sich unter adäquater Therapie meist vollständig. Unbehandelt kann die Erkrankung zu dauerhaften Knochendeformitäten und einem erhöhten Frakturrisiko führen.
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