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Osteopenie: Ursachen, Symptome & Behandlung

Osteopenie bezeichnet eine verminderte Knochendichte, die als Vorstufe der Osteoporose gilt. Frühzeitige Diagnose und Maßnahmen können den Knochenschwund aufhalten.

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Wissenswertes über "Osteopenie"

Osteopenie bezeichnet eine verminderte Knochendichte, die als Vorstufe der Osteoporose gilt. Frühzeitige Diagnose und Maßnahmen können den Knochenschwund aufhalten.

Was ist Osteopenie?

Osteopenie bezeichnet eine unterdurchschnittliche Knochendichte, die zwar niedriger als normal ist, aber noch nicht die Schwelle zur Osteoporose erreicht. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Knochenmangel“. Menschen mit Osteopenie haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe der Zeit an Osteoporose zu erkranken, bei der die Knochen so brüchig werden, dass bereits kleine Belastungen zu Knochenbrüchen führen können.

Die Knochendichte wird mithilfe des sogenannten T-Scores gemessen. Bei Osteopenie liegt dieser Wert zwischen -1,0 und -2,5. Ein T-Score unterhalb von -2,5 gilt als Osteoporose.

Ursachen

Die Knochendichte wird durch viele Faktoren beeinflusst. Zu den häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für Osteopenie zählen:

  • Hormonelle Veränderungen: Besonders der Östrogenabfall nach den Wechseljahren bei Frauen führt zu beschleunigtem Knochenabbau.
  • Kalzium- und Vitamin-D-Mangel: Beide Nährstoffe sind essenziell für den Knochenaufbau.
  • Bewegungsmangel: Körperliche Inaktivität führt zu verminderter Knochenstimulation und Abbau der Knochenmasse.
  • Genetische Veranlagung: Eine familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko erheblich.
  • Medikamente: Langzeitanwendung von Kortikosteroiden, Protonenpumpenhemmern oder bestimmten Antidepressiva kann die Knochendichte verringern.
  • Chronische Erkrankungen: Erkrankungen wie Zöliakie, rheumatoide Arthritis, Nierenerkrankungen oder Schilddrüsenstörungen können den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen.
  • Lebensstilfaktoren: Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Untergewicht gelten als weitere Risikofaktoren.

Symptome

Osteopenie verursacht in der Regel keine direkten Beschwerden und bleibt oft unbemerkt, bis ein Knochenbruch auftritt oder eine Knochendichtemessung durchgeführt wird. Indirekte Hinweise können sein:

  • Rückenschmerzen durch Mikrofrakturen oder Veränderungen der Wirbelkörper
  • Körpergrößenverlust im Laufe der Zeit
  • Leicht erhöhte Knochenbruchhäufigkeit bei alltäglichen Belastungen

Diagnose

Die Diagnose einer Osteopenie erfolgt in erster Linie durch die Knochendichtemessung (DXA-Messung), auch Osteodensitometrie genannt. Dabei wird die Knochendichte vor allem an der Lendenwirbelsäule und am Hüftknochen gemessen. Zusätzlich kann der Arzt oder die Ärztin folgende Untersuchungen anordnen:

  • Blutuntersuchungen (Kalzium, Vitamin D, Schilddrüsenhormone, Knochenstoffwechselmarker)
  • Röntgenaufnahmen bei Verdacht auf Frakturen
  • Anamnese zur Erfassung von Risikofaktoren

Behandlung und Prävention

Bei Osteopenie steht häufig die Lebensstiländerung im Vordergrund, um ein Fortschreiten zur Osteoporose zu verhindern:

Ernährung

  • Ausreichend Kalzium (empfohlen: ca. 1000–1200 mg/Tag laut DGE) durch Milchprodukte, grünes Gemüse und kalziumreiches Mineralwasser
  • Optimale Versorgung mit Vitamin D (empfohlen: 800–2000 IE/Tag je nach Ausgangswert) durch Sonnenlicht und ggf. Supplementierung
  • Ausreichend Protein für den Erhalt der Muskelmasse, die die Knochen stützt

Bewegung

  • Krafttraining und gewichtstragende Ausdauerbelastungen (z. B. Wandern, Joggen, Tanzen) stimulieren den Knochenaufbau
  • Gleichgewichtsübungen zur Sturzprävention

Medikamentöse Therapie

Eine medikamentöse Behandlung wird bei Osteopenie nur in bestimmten Fällen empfohlen, zum Beispiel wenn zusätzliche Risikofaktoren wie eine sehr niedrige Knochendichte, bereits erlittene Frakturen oder eine Langzeit-Kortison-Therapie vorliegen. Gängige Medikamente sind:

  • Bisphosphonate (hemmen den Knochenabbau)
  • Denosumab (Antikörper gegen einen knochenabbauenden Botenstoff)
  • Hormonersatztherapie (bei postmenopausalen Frauen mit weiteren Indikationen)

Quellen

  1. World Health Organization (WHO): Assessment of fracture risk and its application to screening for postmenopausal osteoporosis. WHO Technical Report Series, 1994.
  2. Deutsche Gesellschaft für Osteologie (DGO) & Dachverband Osteologie: DVO-Leitlinie Osteoporose 2023. Dachverband Osteologie e.V., 2023.
  3. Cosman F et al.: Clinician's Guide to Prevention and Treatment of Osteoporosis. Osteoporosis International, 2014.

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