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Die Osteoporosetherapie umfasst medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Stärkung der Knochendichte und Senkung des Frakturrisikos.
Die Osteoporosetherapie umfasst medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Stärkung der Knochendichte und Senkung des Frakturrisikos.
Die Osteoporosetherapie bezeichnet alle medizinischen und nicht-medizinischen Maßnahmen, die darauf abzielen, den fortschreitenden Knochenschwund bei Osteoporose zu verlangsamen, die Knochendichte zu erhalten oder zu verbessern und das Risiko von Knochenbrüchen (Frakturen) zu reduzieren. Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der die Knochenmasse abnimmt und die Knochenstruktur sich verschlechtert, wodurch die Knochen fragil und bruchanfällig werden.
Um die Therapie zu verstehen, ist es wichtig, die Ursachen der Erkrankung zu kennen:
Bevor eine Therapie eingeleitet wird, erfolgt die Diagnose in der Regel durch eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie), die häufigste Methode ist die DXA-Messung (Dual-Energie-Röntgenabsorptiometrie). Dabei wird ein sogenannter T-Score ermittelt: Ein Wert von -2,5 oder darunter gilt als diagnostisches Kriterium für Osteoporose. Zusätzlich können Blutuntersuchungen zur Bestimmung von Kalzium-, Vitamin-D- und Hormonspiegeln sowie Röntgenaufnahmen zur Beurteilung von Frakturen eingesetzt werden.
Die Grundlage jeder Osteoporosetherapie bilden Lebensstilanpassungen:
Bei bestätigter Osteoporose oder erhöhtem Frakturrisiko kommen verschiedene Medikamentenklassen zum Einsatz:
Bisphosphonate (z. B. Alendronat, Risedronat, Zoledronat) sind die am häufigsten eingesetzten Medikamente bei Osteoporose. Sie hemmen die Aktivität der Osteoklasten (knochenabbauende Zellen), verlangsamen den Knochenabbau und reduzieren nachweislich das Frakturrisiko. Sie sind als Tabletten (täglich, wöchentlich oder monatlich) oder als intravenöse Infusion (jährlich) erhältlich.
Denosumab ist ein monoklonaler Antikörper, der das RANK-Ligand-System hemmt und dadurch die Osteoklastenaktivität reduziert. Es wird alle sechs Monate als subkutane Injektion verabreicht und ist besonders geeignet für Patienten mit Niereninsuffizienz, bei denen Bisphosphonate nicht eingesetzt werden können.
Raloxifen ist ein SERM, das östrogenähnliche Wirkungen am Knochen entfaltet, ohne die negativen Auswirkungen von Östrogen auf Brust oder Gebärmutter zu haben. Es wird vor allem bei postmenopausalen Frauen eingesetzt.
Im Gegensatz zu den oben genannten antiresorptiven Substanzen stimulieren anabole Wirkstoffe aktiv die Knochenbildung:
Bei postmenopausalen Frauen kann eine Hormonersatztherapie (HRT) mit Östrogen den Knochenschwund verlangsamen. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen (z. B. erhöhtes Brustkrebsrisiko) wird sie jedoch nur in ausgewählten Fällen zur Osteoporosebehandlung eingesetzt.
Bei Patienten, die langfristig Kortikosteroide einnehmen, sollte frühzeitig eine Knochenprotektive Therapie eingeleitet werden. In der Regel werden Kalzium und Vitamin D kombiniert mit einem Bisphosphonat verabreicht.
Ziele der Osteoporosetherapie sind die Senkung des Frakturrisikos, der Erhalt der Mobilität und Lebensqualität sowie die Vermeidung von Komplikationen. Der Therapieerfolg wird regelmäßig durch Knochendichtemessungen (alle 1–2 Jahre) und die Bestimmung von Knochenumbaumarkern im Blut kontrolliert.
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