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Das Ovarialkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Eierstöcke. Es zählt zu den häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen und wird oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.
Das Ovarialkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Eierstöcke. Es zählt zu den häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen und wird oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.
Das Ovarialkarzinom ist ein bösartiger (maligner) Tumor, der von den Eierstöcken (Ovarien) ausgeht. Es handelt sich um die häufigste zum Tod führende gynäkologische Krebserkrankung in den Industrieländern. Da die Erkrankung in frühen Stadien meist keine oder nur unspezifische Beschwerden verursacht, wird sie häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.
Man unterscheidet verschiedene Typen des Ovarialkarzinoms je nach Gewebeherkunft. Der häufigste Typ ist das epitheliale Ovarialkarzinom, das von den Epithelzellen der Eierstockoberfläche abstammt und etwa 90 % aller Fälle ausmacht. Seltener sind Keimzelltumoren und Stromatumoren.
Die genauen Ursachen des Ovarialkarzinoms sind nicht vollständig geklärt. Bekannte Risikofaktoren umfassen:
Im Frühstadium verursacht das Ovarialkarzinom häufig keine typischen Beschwerden. Mögliche Symptome, die auf eine Erkrankung hinweisen können, sind:
Da diese Symptome unspezifisch sind und auch bei anderen Erkrankungen auftreten, sollte bei anhaltenden Beschwerden eine gynäkologische Untersuchung erfolgen.
Die Diagnose des Ovarialkarzinoms erfolgt durch eine Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden:
Das Ovarialkarzinom wird nach der FIGO-Klassifikation (Fédération Internationale de Gynécologie et d'Obstétrique) in vier Stadien eingeteilt:
Die Behandlung des Ovarialkarzinoms richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, dem Allgemeinzustand der Patientin und dem histologischen Typ des Tumors. Die Standardtherapie umfasst:
Die chirurgische Entfernung des Tumors (Zytoreduktion) ist meist der erste Behandlungsschritt. Ziel ist eine möglichst vollständige Entfernung des Tumorgewebes. In der Regel werden Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter sowie das große Bauchnetz (Omentum majus) entfernt.
Im Anschluss an die Operation erfolgt meist eine platinbasierte Chemotherapie, häufig als Kombination aus Carboplatin und Paclitaxel. Diese Kombination gilt als Standardtherapie und wird in der Regel über sechs Zyklen verabreicht.
Bei bestimmten Patientinnen, insbesondere bei BRCA-Mutationen, kommen PARP-Inhibitoren (z. B. Olaparib) zum Einsatz. Diese zielgerichteten Medikamente hemmen die DNA-Reparatur in Tumorzellen und können das Rückfallrisiko senken.
Bevacizumab, ein Antikörper gegen den Wachstumsfaktor VEGF, kann in Kombination mit Chemotherapie eingesetzt werden, um die Blutgefäßversorgung des Tumors zu hemmen.
Die Prognose des Ovarialkarzinoms hängt stark vom Diagnosezeitpunkt ab. Im Frühstadium (FIGO I) liegen die 5-Jahres-Überlebensraten bei über 90 %. Da die Erkrankung jedoch häufig erst im fortgeschrittenen Stadium (FIGO III oder IV) entdeckt wird, liegt die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate insgesamt bei etwa 40–50 %. Regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen sind daher besonders wichtig.
Eine allgemeine Vorsorgestrategie für das Ovarialkarzinom existiert bislang nicht. Frauen mit einem erhöhten familiären Risiko oder nachgewiesener BRCA-Mutation sollten eine genetische Beratung in Anspruch nehmen. In bestimmten Fällen kann eine prophylaktische Entfernung der Eierstöcke (prophylaktische Salpingo-Oophorektomie) erwogen werden.
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