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Die Ovarialreserve beschreibt die Anzahl und Qualität der verbleibenden Eizellen in den Eierstöcken einer Frau und ist ein wichtiger Indikator für die Fruchtbarkeit.
Die Ovarialreserve beschreibt die Anzahl und Qualität der verbleibenden Eizellen in den Eierstöcken einer Frau und ist ein wichtiger Indikator für die Fruchtbarkeit.
Die Ovarialreserve bezeichnet die Gesamtheit der noch vorhandenen, befruchtungsfähigen Eizellen in den Eierstöcken (Ovarien) einer Frau. Sie ist ein zentrales Maß für die reproduktive Kapazität und gibt Auskunft darüber, wie viele Eizellen noch für eine mögliche Schwangerschaft zur Verfügung stehen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Ovarialreserve sowohl in der Anzahl als auch in der Qualität der Eizellen natürlicherweise ab.
Eine reduzierte Ovarialreserve kann verschiedene Ursachen haben:
Eine verminderte Ovarialreserve verursacht häufig keine deutlichen Beschwerden. Mögliche Hinweise können sein:
Die Bestimmung der Ovarialreserve erfolgt durch mehrere diagnostische Methoden:
Das Anti-Müller-Hormon (AMH) wird von den Follikeln in den Eierstöcken produziert und gilt als zuverlässigster Einzelmarker für die Ovarialreserve. Ein niedriger AMH-Wert deutet auf eine verminderte Eizellzahl hin. Der Test kann an jedem Tag des Zyklus durchgeführt werden.
Beim Antralen Follikelcount (AFC) wird mithilfe eines Vaginalultraschalls die Anzahl der kleinen, ruhenden Follikel in beiden Eierstöcken gezählt. Ein niedriger AFC-Wert (unter 5–7 Follikel pro Eierstock) gilt als Zeichen einer reduzierten Ovarialreserve.
Das Follikelstimulierendes Hormon (FSH) wird am 2. oder 3. Zyklustag gemessen. Ein erhöhter FSH-Wert kann auf eine verminderte Ovarialreserve hinweisen. Gleichzeitig wird Estradiol bestimmt, da ein erhöhter Estradiolspiegel den FSH-Wert fälschlicherweise niedrig erscheinen lassen kann.
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Einschränkung und dem individuellen Kinderwunsch:
Bei diagnostizierter primärer Ovarialinsuffizienz kann eine Hormonersatztherapie (HRT) eingesetzt werden, um Symptome der Östrogenmangels zu lindern und die Knochengesundheit zu schützen.
Die Ovarialreserve ist ein entscheidender Parameter in der reproduktionsmedizinischen Beratung und Behandlungsplanung. Sie beeinflusst die Wahl der Therapiestrategie, die zu erwartende Ansprechrate auf ovarielle Stimulation sowie die Prognose einer assistierten Reproduktion. Frauen mit Kinderwunsch sollten bei ausbleibendem Erfolg nach 6 bis 12 Monaten eine reproduktionsmedizinische Abklärung in Betracht ziehen, bei bekannten Risikofaktoren auch früher.
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