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Die Ovarialstimulation ist ein medizinisches Verfahren zur gezielten Anregung der Eierstöcke, um die Reifung mehrerer Eizellen zu fördern. Sie wird vor allem bei der künstlichen Befruchtung eingesetzt.
Die Ovarialstimulation ist ein medizinisches Verfahren zur gezielten Anregung der Eierstöcke, um die Reifung mehrerer Eizellen zu fördern. Sie wird vor allem bei der künstlichen Befruchtung eingesetzt.
Die Ovarialstimulation bezeichnet die medizinische Behandlung, bei der die Eierstöcke (Ovarien) einer Frau durch die Gabe von Hormonen gezielt stimuliert werden, damit mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Im natürlichen Zyklus reift in der Regel nur eine Eizelle pro Monat. Durch die Stimulation kann die Anzahl der verfügbaren Eizellen erhöht werden, was die Erfolgschancen einer assistierten Reproduktion deutlich steigert.
Die Ovarialstimulation wird in verschiedenen Kontexten der Reproduktionsmedizin eingesetzt:
Die Ovarialstimulation erfolgt in mehreren Schritten und wird individuell an die Patientin angepasst:
Vor Beginn der Stimulation werden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, darunter Bluttests zur Bestimmung der Hormonspiegel sowie Ultraschalluntersuchungen der Eierstöcke. Der Anti-Müller-Hormon (AMH)-Wert gibt Aufschluss über die ovarielle Reserve, also die Anzahl der noch vorhandenen Eizellen.
Die eigentliche Stimulation erfolgt durch die tägliche Injektion von Gonadotropinen (z. B. FSH – Follikel-stimulierendes Hormon oder LH – Luteinisierendes Hormon). Diese Hormone fördern das Wachstum mehrerer Follikel in den Eierstöcken. Je nach Protokoll werden zusätzlich GnRH-Analoga (Agonisten oder Antagonisten) eingesetzt, um eine vorzeitige Ovulation (spontaner Eisprung) zu verhindern.
Während der Stimulationsphase, die in der Regel 8 bis 14 Tage dauert, werden regelmäßige Ultraschallkontrollen und Blutuntersuchungen durchgeführt. So kann der Arzt das Wachstum der Follikel engmaschig überwachen und die Hormondosis bei Bedarf anpassen.
Sobald die Follikel eine ausreichende Größe erreicht haben (meist 17–20 mm), wird der Eisprung durch eine Injektion von humanem Choriongonadotropin (hCG) oder einem GnRH-Agonisten ausgelöst. Die Eizellentnahme (Follikelpunktion) erfolgt etwa 36 Stunden später.
Die Ovarialstimulation ist ein sicheres Verfahren, kann jedoch Nebenwirkungen mit sich bringen:
Je nach individueller Situation der Patientin kommen unterschiedliche Protokolle zum Einsatz:
Die Erfolgsrate der Ovarialstimulation hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Alter der Frau, die ovarielle Reserve, die Qualität der gewonnenen Eizellen und die zugrunde liegende Ursache der Unfruchtbarkeit. Bei Frauen unter 35 Jahren liegen die Schwangerschaftsraten pro IVF-Zyklus im Durchschnitt bei 35–40 %. Mit zunehmendem Alter sinken die Erfolgsaussichten.
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