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Ein Ovarialtumor ist eine Geschwulst am Eierstock, die gutartig oder bösartig sein kann. Frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Ein Ovarialtumor ist eine Geschwulst am Eierstock, die gutartig oder bösartig sein kann. Frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Ein Ovarialtumor ist eine Gewebsneubildung (Tumor) an einem oder beiden Eierstöcken (Ovarien). Solche Tumoren können gutartig (benigne), grenzwertig (Borderline-Tumoren) oder bösartig (maligne) sein. Ovarialtumore gehören zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und betreffen Frauen jeden Alters, treten jedoch besonders häufig in der Peri- und Postmenopause auf.
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Ovarialtumoren sind nicht vollständig geklärt. Bekannte Risikofaktoren umfassen:
Ovarialtumore werden nach ihrer Herkunft in verschiedene Gruppen eingeteilt:
Ovarialtumore verursachen im Frühstadium häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden. Mögliche Symptome sind:
Da diese Symptome unspezifisch sind, wird ein Ovarialtumor oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.
Zur Diagnose eines Ovarialtumors stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
Die Behandlung richtet sich nach Art, Größe und Stadium des Tumors sowie nach dem Alter und dem Kinderwunsch der Patientin:
Die Operation ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme. Je nach Befund wird der Tumor allein, der betroffene Eierstock (Ovarektomie) oder bei malignem Befund auch der Uterus und die Lymphknoten entfernt (Hysterektomie mit Adnexektomie). Bei jungen Frauen mit Kinderwunsch wird wenn möglich fertilitätserhaltendes Vorgehen angestrebt.
Bei bösartigen Ovarialtumoren wird häufig eine Chemotherapie eingesetzt, meist auf Basis von Carboplatin und Paclitaxel. Sie kann nach der Operation (adjuvant) oder vor der Operation (neoadjuvant) erfolgen.
Bei bestimmten Mutationen (z. B. BRCA1/2) kommen sogenannte PARP-Inhibitoren (z. B. Olaparib) zum Einsatz, die gezielt in die DNA-Reparatur der Tumorzellen eingreifen.
Die Strahlentherapie spielt bei Ovarialtumoren eine untergeordnete Rolle, kann aber in bestimmten Situationen ergänzend eingesetzt werden.
Die Prognose hängt stark vom Stadium bei Diagnosestellung ab. Im Frühstadium (FIGO I) beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate über 90 %. Im fortgeschrittenen Stadium (FIGO III/IV) sinkt sie deutlich. Regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen sind daher empfehlenswert, um Tumoren frühzeitig zu entdecken.
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