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Oxalsäure ist eine natürlich vorkommende organische Säure in vielen Lebensmitteln. In hohen Mengen kann sie Nierensteine fördern und die Mineralstoffaufnahme hemmen.
Oxalsäure ist eine natürlich vorkommende organische Säure in vielen Lebensmitteln. In hohen Mengen kann sie Nierensteine fördern und die Mineralstoffaufnahme hemmen.
Oxalsäure (chemische Bezeichnung: Ethandisäure) ist eine einfache organische Dicarbonsäure, die in der Natur weit verbreitet ist. Sie kommt natürlicherweise in vielen Pflanzen vor und wird im menschlichen Körper auch als Stoffwechselprodukt gebildet. In der Ernährung ist sie vor allem in Gemüse, Hülsenfrüchten und einigen Obstsorten enthalten. In Form ihrer Salze, der sogenannten Oxalate, kann sie im Körper mit Kalzium, Magnesium und Eisen reagieren und deren Aufnahme beeinflussen.
Oxalsäure ist in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in:
Lebensmittel mit niedrigem Oxalatgehalt sind beispielsweise Kartoffeln, Blumenkohl, Äpfel und die meisten tierischen Produkte.
Im Verdauungstrakt bindet Oxalsäure bevorzugt an Mineralien wie Kalzium und Magnesium und bildet dabei schwer lösliche Salze (Oxalate). Diese Verbindungen können vom Darm nicht oder nur schlecht aufgenommen werden, wodurch die Bioverfügbarkeit dieser Mineralstoffe sinkt. Ein klassisches Beispiel ist Spinat: Obwohl er reich an Kalzium ist, kann der Körper dieses aufgrund des hohen Oxalatgehalts kaum verwerten.
Überschüssige Oxalate, die nicht im Darm gebunden werden, gelangen ins Blut und werden über die Nieren ausgeschieden. Bei erhöhter Oxalatkonzentration im Urin kann es zur Bildung von Kalziumoxalat-Nierensteinen kommen, der häufigsten Form von Nierensteinen.
Ein hoher Oxalatkonsum gilt als wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Nierensteinen. Kalziumoxalat-Nierensteine machen etwa 70–80 % aller Nierensteine aus. Personen mit einer Vorgeschichte von Nierensteinen wird daher häufig empfohlen, oxalatreiche Lebensmittel zu reduzieren.
Eine Hyperoxalurie bezeichnet eine erhöhte Ausscheidung von Oxalat im Urin. Sie kann ernährungsbedingt (primäre Hyperoxalurie durch genetische Stoffwechselstörungen oder sekundäre Hyperoxalurie durch übermäßige Zufuhr) entstehen und erhöht das Risiko für Nierensteine und in schweren Fällen für Nierenschäden.
Bei sehr hohem und dauerhaftem Verzehr oxalatreicher Lebensmittel kann die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen beeinträchtigt werden, was langfristig zu Mangelzuständen führen kann.
Durch geeignete Zubereitungsmethoden lässt sich der Oxalatgehalt in Lebensmitteln erheblich reduzieren:
Personen mit erhöhtem Risiko für Nierensteine oder bekannter Hyperoxalurie sollten:
Außerhalb des menschlichen Körpers findet Oxalsäure vielfältige industrielle Anwendungen. Sie wird als Reinigungsmittel, Bleichmittel, in der Galvanik und als chemisches Zwischenprodukt in der Industrie eingesetzt. In konzentrierter Form ist sie giftig und kann Haut und Schleimhäute reizen.
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