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Der Oxidative Stress Index (OSI) misst das Verhältnis von oxidativem Stress zu antioxidativer Kapazität im Blut und dient als diagnostischer Marker für oxidative Schäden im Körper.
Der Oxidative Stress Index (OSI) misst das Verhältnis von oxidativem Stress zu antioxidativer Kapazität im Blut und dient als diagnostischer Marker für oxidative Schäden im Körper.
Der Oxidative Stress Index (OSI) ist ein labordiagnostischer Wert, der das Gleichgewicht zwischen oxidativem Stress und der antioxidativen Abwehrkapazität des Körpers beschreibt. Er wird berechnet als Quotient aus dem Total Oxidant Status (TOS) und dem Total Antioxidant Status (TAS). Ein erhöhter OSI weist darauf hin, dass die oxidative Belastung die Schutzkapazität des Körpers übersteigt, was zu Zellschäden führen kann.
Oxidativer Stress entsteht, wenn reaktive Sauerstoffspezies (ROS) – auch als freie Radikale bekannt – in übermäßiger Menge gebildet werden oder die antioxidativen Schutzmechanismen des Körpers nicht ausreichen, um diese zu neutralisieren. Diese reaktiven Moleküle können Zellmembranen, Proteine, Lipide und die DNA schädigen.
Der OSI wird nach folgender Formel berechnet:
OSI = TOS / TAS × 100
Dabei steht TOS für die Gesamtheit aller oxidativen Substanzen im Blut und TAS für die gesamte antioxidative Kapazität. Je höher der berechnete OSI-Wert, desto größer ist die oxidative Belastung im Verhältnis zur antioxidativen Schutzwirkung.
Der OSI wird in der klinischen Forschung und Diagnostik eingesetzt, um den Grad des oxidativen Stresses bei verschiedenen Erkrankungen zu quantifizieren. Ein erhöhter OSI wurde in Studien mit folgenden Erkrankungen und Zuständen in Verbindung gebracht:
Die Bestimmung des OSI erfolgt durch Blutuntersuchung im Labor. Dabei werden TOS und TAS separat gemessen und anschließend der Quotient berechnet. Die Messung erfolgt meist aus Serum oder Plasma. Es handelt sich um ein nicht-invasives, standardisiertes Verfahren, das in spezialisierten Laboratorien durchgeführt wird.
Es existieren keine universell einheitlichen Referenzwerte für den OSI, da diese je nach Messmethode, Labor und Studienpopulation variieren können. Die klinische Interpretation sollte daher stets im Zusammenhang mit den laborspezifischen Normbereichen und dem klinischen Gesamtbild des Patienten erfolgen.
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen oxidativem Stress und antioxidativer Kapazität kann durch verschiedene Maßnahmen positiv beeinflusst werden:
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