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Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine körpereigene Fettsäureamid-Verbindung mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Es wird als Nahrungsergänzungsmittel und in der Schmerztherapie eingesetzt.
Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine körpereigene Fettsäureamid-Verbindung mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Es wird als Nahrungsergänzungsmittel und in der Schmerztherapie eingesetzt.
Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine natürlich vorkommende, körpereigene Fettsäureamid-Verbindung, die zur Gruppe der Endocannabinoide bzw. endocannabinoiden Verwandten zählt. Sie wird vom menschlichen Körper aus Palmitinsäure und Ethanolamin synthetisiert und kommt in verschiedenen Geweben und Organen vor. PEA wurde erstmals in den 1950er Jahren entdeckt und seitdem intensiv auf seine biologischen und therapeutischen Eigenschaften hin untersucht.
PEA ist auch in Lebensmitteln wie Eigelb, Sojabohnen, Erdnüssen und Fleisch in geringen Mengen enthalten. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es in mikronisierter oder ultramikronisierter Form angeboten, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern.
PEA entfaltet seine Wirkung über mehrere molekulare Mechanismen:
PEA wird in der Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel für verschiedene Indikationen eingesetzt:
In klinischen Studien wurden typischerweise folgende Dosierungen eingesetzt:
Die Einnahme erfolgt in der Regel oral. Es wird empfohlen, PEA mit einer fetthaltigen Mahlzeit einzunehmen, da die Substanz lipophil (fettlöslich) ist.
PEA gilt allgemein als gut verträglich und sicher. In klinischen Studien wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet. Gelegentlich können auftreten:
Da PEA eine körpereigene Substanz ist, besteht kein bekanntes Abhängigkeitspotenzial. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bislang kaum dokumentiert, jedoch sollte bei der gleichzeitigen Einnahme von Antikoagulanzien oder anderen lipidwirksamen Substanzen Vorsicht geboten sein. Schwangere und Stillende sollten PEA nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.
Die wissenschaftliche Datenlage zu PEA hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Zahlreiche randomisierte kontrollierte Studien und Meta-Analysen belegen die Wirksamkeit von PEA bei neuropathischen Schmerzen und entzündlichen Zuständen. Eine 2016 veröffentlichte Meta-Analyse von Paladini et al. zeigte, dass PEA bei verschiedenen Schmerzsyndromen signifikante Schmerzreduktionen erzielen kann. Trotzdem sind weitere großangelegte klinische Studien erforderlich, um die Wirksamkeit bei einzelnen Erkrankungen abschließend zu beurteilen.
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