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Die Pankreasdruckmessung ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung des Drucks im Pankreasgang. Sie hilft bei der Abklärung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.
Die Pankreasdruckmessung ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung des Drucks im Pankreasgang. Sie hilft bei der Abklärung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.
Die Pankreasdruckmessung, auch als Pankreasmanometrie bezeichnet, ist ein spezialisiertes diagnostisches Verfahren, bei dem der Druck innerhalb des Pankreasganges (Ductus pancreaticus) gemessen wird. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert Verdauungsenzyme, die über diesen Gang in den Dünndarm geleitet werden. Ein erhöhter Druck in diesem System kann auf verschiedene Erkrankungen hinweisen und zu erheblichen Beschwerden führen.
Die Pankreasdruckmessung wird vor allem dann eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine Abflussbehinderung oder einen erhöhten Druck im Pankreasgang besteht. Typische Indikationen umfassen:
Die Messung erfolgt in der Regel im Rahmen einer endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie (ERCP). Dabei wird ein dünner, flexibler Schlauch (Endoskop) durch den Mund in den Magen und weiter in den Dünndarm geführt. Über die Papilla Vateri, die Mündung des Pankreasganges in den Dünndarm, wird ein spezieller Messkatheter in den Pankreasgang eingeführt.
Ein Druckmessungskatheter mit einem oder mehreren Messsensoren wird in den Pankreasgang vorgeschoben. Über diesen Katheter werden kontinuierlich oder intermittierend Druckwerte aufgezeichnet. Normwerte für den Pankreasgangdruck liegen in der Regel unter 15 mmHg. Erhöhte Druckwerte können auf eine Abflussbehinderung oder funktionelle Störung hindeuten.
Die Auswertung der gemessenen Druckwerte erlaubt Rückschlüsse auf die Funktion und den Zustand des Pankreasganges und des Sphinkter Oddi. Ein erhöhter Basaldruck im Pankreasgang oder am Sphinkter Oddi ist ein wichtiger Befund, der therapeutische Konsequenzen haben kann, etwa eine endoskopische Erweiterung des Ganges (Sphinkterotomie) oder eine Stenteinlage.
Die Pankreasdruckmessung ist ein invasives Verfahren und birgt wie jede ERCP bestimmte Risiken:
Aufgrund dieser Risiken wird die Untersuchung nur dann durchgeführt, wenn eine klare klinische Fragestellung besteht und der Nutzen die Risiken überwiegt.
In vielen Fällen werden vor einer Pankreasdruckmessung weniger invasive Verfahren eingesetzt, um den Pankreas zu beurteilen:
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