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Pankreasproteasen sind Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse, die Proteine im Dünndarm in kleinste Bausteine (Aminosäuren) aufspalten und so die Nährstoffaufnahme ermöglichen.
Pankreasproteasen sind Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse, die Proteine im Dünndarm in kleinste Bausteine (Aminosäuren) aufspalten und so die Nährstoffaufnahme ermöglichen.
Pankreasproteasen sind eine Gruppe von Verdauungsenzymen, die in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert werden. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Nahrungsproteine im Dünndarm in kleinere Einheiten – sogenannte Peptide und Aminosäuren – zu zerlegen, damit der Körper diese über die Darmwand aufnehmen kann. Ohne ausreichende Mengen dieser Enzyme wäre eine effiziente Eiweißverdauung und damit die Versorgung des Körpers mit essenziellen Bausteinen nicht möglich.
Die wichtigsten Pankreasproteasen lassen sich in verschiedene Untergruppen einteilen:
Pankreasproteasen werden zum Schutz des eigenen Gewebes als inaktive Vorstufen, sogenannte Zymogene, in den Dünndarm abgegeben. Erst dort erfolgt die Aktivierung durch spezifische Enzyme. Dieses Sicherheitssystem verhindert, dass das Bauchspeicheldrüsengewebe sich selbst verdaut. Kommt es zu einer Fehlfunktion dieses Schutzmechanismus, kann es zu einer akuten Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) kommen.
Bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreichend Verdauungsenzyme, darunter auch Pankreasproteasen. Dies führt zu einer gestörten Eiweißverdauung mit Symptomen wie:
Häufige Ursachen sind chronische Pankreatitis, Mukoviszidose (zystische Fibrose) oder Zustände nach Bauchspeicheldrüsenoperationen.
Bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse werden Pankreasproteasen vorzeitig aktiviert und greifen das Pankreasgewebe selbst an. Dies verursacht starke Schmerzen und kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen.
Die Messung von Pankreasproteasen – insbesondere Trypsin und Elastase-1 im Stuhl – dient als wichtiger diagnostischer Marker zur Beurteilung der exokrinen Pankreasfunktion. Ein erniedrigter Wert deutet auf eine Insuffizienz hin.
Bei unzureichender Eigenproduktion von Pankreasproteasen und anderen Verdauungsenzymen kann eine Pankreasenzymersatztherapie (PERT) eingesetzt werden. Dabei werden standardisierte Präparate mit Pankreatin – einem Gemisch aus Proteasen, Lipasen und Amylasen aus tierischem Pankreas – oral eingenommen. Die Dosierung richtet sich nach dem Fettgehalt der Mahlzeit und wird individuell angepasst.
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