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Eine pathologische Fraktur ist ein Knochenbruch, der durch eine vorbestehende Erkrankung des Knochens entsteht – oft ohne große äußere Gewalteinwirkung.
Eine pathologische Fraktur ist ein Knochenbruch, der durch eine vorbestehende Erkrankung des Knochens entsteht – oft ohne große äußere Gewalteinwirkung.
Eine pathologische Fraktur bezeichnet einen Knochenbruch, der nicht durch ein adäquates Trauma – also eine dem Knochen angemessene Krafteinwirkung – entsteht, sondern durch eine bereits bestehende Erkrankung des Knochengewebes. Der Knochen ist dabei so stark geschädigt oder geschwächt, dass bereits geringe Belastungen, Alltagsbewegungen oder sogar spontan auftretende Kräfte einen Bruch ausgelöst werden können. Pathologische Frakturen sind von großer klinischer Bedeutung, da sie häufig auf eine schwerwiegende Grunderkrankung hinweisen.
Die häufigsten Ursachen einer pathologischen Fraktur lassen sich in mehrere Kategorien einteilen:
Die Osteoporose (Knochenschwund) ist weltweit die häufigste Ursache pathologischer Frakturen. Dabei nimmt die Knochendichte so stark ab, dass Wirbelkörper, Hüfte und Handgelenk besonders gefährdet sind. Bereits leichte Belastungen können hier zu Brüchen führen.
Krebserkrankungen wie Brust-, Prostata-, Lungen-, Nieren- oder Schilddrüsenkrebs können Metastasen im Knochen bilden. Diese schwachen den Knochen lokal, sodass pathologische Frakturen insbesondere an der Wirbelsäule, dem Oberschenkelknochen und dem Oberarmknochen auftreten können.
Gutartige oder bösartige primäre Knochentumoren (z. B. Osteosarkom, Ewing-Sarkom, Enchondrom, Knochenzysten) können ebenfalls die Stabilität des Knochens so stark beeinträchtigen, dass es zu einem Bruch kommt.
Eine Osteomyelitis (Knocheninfektion) kann das Knochengewebe lokal zerstören und damit das Risiko einer pathologischen Fraktur erhöhen.
Erkrankungen wie Morbus Paget, Hyperparathyreoidismus, Osteomalazie oder Niereninsuffizienz beeinflussen den Knochenstoffwechsel und können zu einer erhöhten Bruchneigung führen.
Die Symptome einer pathologischen Fraktur sind ähnlich wie bei einem traumatischen Knochenbruch, allerdings treten sie oft ohne erkennbares Trauma auf:
Wichtig ist, dass dem Bruch häufig bereits eine längere Schmerzphase im betroffenen Knochen vorausgeht, die auf die Grunderkrankung hindeutet.
Die Diagnose einer pathologischen Fraktur erfordert sowohl den Nachweis des Knochenbruchs als auch die Abklärung der Grunderkrankung:
Die Behandlung richtet sich immer nach der Grunderkrankung sowie der Lokalisation und dem Ausmaß der Fraktur:
Bei stabilen Frakturen und bestimmten Grunderkrankungen (z. B. Osteoporose) kann eine konservative Therapie mit Ruhigstellung, Schmerztherapie und spezifischer Behandlung der Grunderkrankung (z. B. Bisphosphonate, Kalzium, Vitamin D) erfolgen.
Häufig ist eine operative Stabilisierung notwendig. Mögliche Verfahren umfassen:
Bei Tumorerkrankungen wird die Frakturbehandlung mit einer systemischen Therapie kombiniert, z. B. Chemotherapie, Strahlentherapie oder Bisphosphonat-Therapie (z. B. Zoledronsäure), um weitere Knochenkomplikationen zu verhindern.
Nach der Behandlung ist eine gezielte physiotherapeutische Rehabilitation wichtig, um die Mobilität wiederherzustellen, Folgeschäden zu minimieren und weiteren Frakturen vorzubeugen.
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