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PEA (Palmitoylethanolamid) ist ein körpereigener Fettstoff mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Es wird als Nahrungsergänzungsmittel bei chronischen Schmerzen eingesetzt.
PEA (Palmitoylethanolamid) ist ein körpereigener Fettstoff mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Es wird als Nahrungsergänzungsmittel bei chronischen Schmerzen eingesetzt.
PEA steht für Palmitoylethanolamid, eine natürlich vorkommende Fettsäureamide, die vom Körper selbst produziert wird. PEA gehört zur Gruppe der endogenen Lipidmediatoren und ist strukturell mit den Endocannabinoiden verwandt, ohne jedoch psychoaktiv zu wirken. Die Substanz kommt in geringen Mengen auch in Lebensmitteln wie Eigelb, Sojabohnen und Erdnußbutter vor.
PEA entfaltet seine Wirkung hauptsächlich über mehrere Mechanismen:
PEA wird in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt und erforscht:
PEA findet häufig Anwendung bei chronischen Schmerzerkrankungen wie Fibromyalgie, Rückenschmerzen, Ischiasschmerzen und neuropathischen Schmerzen. Mehrere klinische Studien belegen eine Reduktion des Schmerzempfindens bei regelmäßiger Einnahme.
Besonders gut untersucht ist die Wirkung von PEA bei neuropathischen Schmerzen, z. B. im Rahmen einer diabetischen Neuropathie oder eines Karpaltunnelsyndroms. Hier zeigt PEA eine signifikante schmerzlindernde Wirkung.
Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften wird PEA auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose, Reizdarmsyndrom und chronisch-entzündlichen Erkrankungen untersucht.
In der Neurologie wird PEA bei Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson erforscht, da es neuroinflammatorische Prozesse beeinflussen kann.
In klinischen Studien wurden häufig Dosierungen von 300 bis 1200 mg PEA pro Tag eingesetzt, aufgeteilt auf zwei bis drei Einnahmen. PEA ist als Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- oder Pulverform erhältlich. Es empfiehlt sich, die Einnahme mit einer Mahlzeit zu kombinieren, da PEA fettlöslich ist. Eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme wird empfohlen.
PEA gilt allgemein als sehr gut verträglich. In Studien wurden kaum schwerwiegende Nebenwirkungen berichtet. Gelegentlich können leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten. PEA ist nicht psychoaktiv und macht nicht abhängig. Langzeitdaten über mehrere Jahre sind noch begrenzt. Für Schwangere und Stillende liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor, weshalb von einer Einnahme abgeraten wird.
Die Bioverfügbarkeit von Standard-PEA ist aufgrund seiner schlechten Wasserlöslichkeit begrenzt. Neuere Formulierungen wie mikronisiertes PEA (m-PEA) oder ultramikronisiertes PEA (um-PEA) weisen eine deutlich verbesserte Absorption auf und werden in den meisten klinischen Studien bevorzugt eingesetzt.
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