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Pentraxin 3 (PTX3) ist ein Entzündungsmarker des angeborenen Immunsystems. Er wird bei Infektionen, Gewebeschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.
Pentraxin 3 (PTX3) ist ein Entzündungsmarker des angeborenen Immunsystems. Er wird bei Infektionen, Gewebeschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.
Pentraxin 3 (PTX3) ist ein lösliches Protein, das zur Familie der langen Pentraxine gehört. Es wird vom angeborenen Immunsystem produziert und dient als wichtiger Biomarker für Entzündungen und Gewebeschäden. Im Gegensatz zum bekannteren C-reaktiven Protein (CRP), das hauptsächlich in der Leber gebildet wird, entsteht PTX3 direkt im betroffenen Gewebe – etwa in dendritischen Zellen, Makrophagen, Endothelzellen und glatten Muskelzellen.
PTX3 spielt eine zentrale Rolle bei der angeborenen Immunabwehr. Es erkennt Krankheitserreger und geschädigte Körperzellen und aktiviert das Komplementsystem, das zur Beseitigung von Pathogenen beiträgt. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
PTX3 wird in der medizinischen Forschung und Diagnostik als Biomarker für verschiedene Erkrankungen untersucht. Erhöhte PTX3-Spiegel im Blut können auf folgende Zustände hinweisen:
Bei schweren bakteriellen oder pilzbedingten Infektionen, einschließlich Sepsis, steigen die PTX3-Werte schnell und deutlich an – oft schneller als CRP. Dies macht PTX3 zu einem potenziell früheren Infektionsmarker.
Studien zeigen, dass erhöhte PTX3-Werte mit einem höheren Risiko für Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Arteriosklerose verbunden sind. PTX3 wird im atherosklerotischen Plaque direkt von Gefäßwandzellen produziert und gilt als lokaler Entzündungsmarker.
Bei Erkrankungen wie Lupus erythematodes, rheumatoider Arthritis und anderen systemischen Entzündungserkrankungen sind die PTX3-Spiegel häufig erhöht und spiegeln die Krankheitsaktivität wider.
Während der COVID-19-Pandemie wurde PTX3 als Marker für schwere Krankheitsverläufe untersucht. Hohe PTX3-Werte waren mit einem erhöhten Risiko für Intensivpflichtigkeit und Tod assoziiert.
Erhöhte PTX3-Werte wurden auch bei chronischer Nierenerkrankung und nach Nierentransplantation als Marker für Organschäden und Abstossungsreaktionen beschrieben.
PTX3 wird über einen Bluttest (ELISA-Verfahren) gemessen. Normale PTX3-Konzentrationen im Blut gesunder Erwachsener liegen bei etwa unter 2 ng/ml. Bei schweren Infektionen oder Entzündungen können die Werte auf über 200 ng/ml ansteigen. PTX3 ist derzeit hauptsächlich ein Forschungsmarker, wird aber zunehmend auch in der klinischen Praxis eingesetzt.
Obwohl PTX3 und CRP beide zur Familie der Pentraxine gehören, unterscheiden sie sich wesentlich:
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