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Peptidfraktionen sind Gruppen kurzkettiger Eiweißbausteine, die durch Aufspaltung von Proteinen entstehen und wichtige biologische sowie ernährungsphysiologische Funktionen erfüllen.
Peptidfraktionen sind Gruppen kurzkettiger Eiweißbausteine, die durch Aufspaltung von Proteinen entstehen und wichtige biologische sowie ernährungsphysiologische Funktionen erfüllen.
Peptidfraktionen bezeichnen definierte Gruppen von Peptiden – also kurzkettigen Molekülen, die aus zwei oder mehr Aminosäuren bestehen und durch die enzymatische oder chemische Spaltung von Proteinen entstehen. Je nach Herstellungsprozess und Ausgangsmaterial entstehen dabei unterschiedliche Fraktionen, die sich in ihrer Kettlänge, Aminosäurezusammensetzung und biologischen Aktivität unterscheiden. Peptidfraktionen spielen eine bedeutende Rolle in der Ernährungswissenschaft, der Pharmazie sowie der Lebensmitteltechnologie.
Peptidfraktionen entstehen durch den Abbau von Proteinen, zum Beispiel aus Molke, Kollagen, Soja, Erbsen oder Fisch. Dieser Abbau erfolgt durch:
Nach der Hydrolyse werden die entstandenen Peptide mithilfe von Trennverfahren wie der Ultrafiltration, Chromatographie oder Membranfiltration in verschiedene Fraktionen aufgetrennt. Jede Fraktion enthält Peptide mit ähnlichen Eigenschaften, zum Beispiel ähnlichem Molekulargewicht oder biologischer Aktivität.
Peptidfraktionen sind nicht nur einfache Bausteine, sondern können im Körper vielfältige biologische Wirkungen entfalten:
In der Sporternährung und Ernährungsmedizin werden Peptidfraktionen aus Molkeprotein (Whey) oder Kollagen eingesetzt, um die Bioverfügbarkeit von Aminosäuren zu verbessern und die Muskelregeneration zu fördern. Kollagenpeptidfraktionen werden häufig zur Unterstützung von Gelenken, Haut und Knochen empfohlen.
In der Pharmakologie werden definierte Peptidfraktionen als Arzneimittel oder Wirkstoffträger eingesetzt. Beispielsweise nutzt man Peptidfraktionen aus Thymus oder Blut für immunmodulierende Therapien. Auch in der Krebsforschung und der Behandlung von Autoimmunerkrankungen werden spezifische Peptidfraktionen untersucht.
In der Lebensmittelbranche werden Peptidfraktionen als funktionelle Zutaten eingesetzt, um Produkte mit besonderen Ernährungseigenschaften anzureichern oder die sensorischen Eigenschaften (Geschmack, Textur) zu verbessern.
Peptidfraktionen haben auch in der medizinischen Diagnostik Bedeutung. Bestimmte Peptidmuster im Blut oder Urin können als Biomarker für Erkrankungen dienen, zum Beispiel für Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder onkologische Veränderungen. Die Analyse von Peptidfraktionen mittels Massenspektrometrie oder HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) ermöglicht die genaue Charakterisierung dieser Biomarker.
Die Qualität von Peptidfraktionen in Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneimitteln hängt maßgeblich vom Ausgangsmaterial, dem Herstellungsverfahren und der Reinheit der Fraktion ab. Verbraucher sollten auf geprüfte Produkte mit definierten Peptidfraktionen achten, da nur standardisierte Fraktionen eine gleichbleibende biologische Wirkung gewährleisten.
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