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Das Pericranium ist die äußere Knochenhaut des Schädels. Es versorgt den Knochen mit Nährstoffen und spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenheilung und rekonstruktiven Eingriffen.
Das Pericranium ist die äußere Knochenhaut des Schädels. Es versorgt den Knochen mit Nährstoffen und spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenheilung und rekonstruktiven Eingriffen.
Das Pericranium (auch Perikranium) ist die äußere Knochenhaut, die die Außenfläche der Schädelknochen überzieht. Es handelt sich um eine dünne, aber widerstandsfähige Bindegewebsschicht, die dem Periost anderer Knochen des menschlichen Körpers entspricht. Das Pericranium liegt direkt auf der Oberfläche der Schädelkalotte und ist von der darüber liegenden Kopfschwarte (Skalp) durch eine lockere Bindegewebsschicht getrennt, die ein leichtes Verschieben der Hautschichten ermöglicht.
Die Kopfhaut besteht aus mehreren Schichten, die von außen nach innen wie folgt aufgebaut sind:
Das Pericranium ist fest mit den Schädelnähten (Suturen) verwachsen, an der restlichen Schädelkalotte jedoch locker befestigt, was eine gewisse Beweglichkeit ermöglicht.
Das Pericranium übernimmt mehrere wichtige Aufgaben:
Bei Kopfverletzungen, insbesondere bei Schnittwunden oder Schädelbrüchen, kann das Pericranium in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine Ablösung des Pericraniums vom Schädelknochen (subperiostales Hämatom) kann bei Neugeborenen nach einer Geburtsverletzung auftreten und wird als Kephalhämatom bezeichnet. Diese Blutansammlung zwischen Knochen und Pericranium bildet sich in der Regel spontan zurück.
In der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie wird das Pericranium häufig als Pericranium-Lappen (pericranialer Lappen) eingesetzt. Da das Pericranium gut vaskularisiert ist, also eine gute Blutversorgung aufweist, eignet es sich hervorragend als Transplantatmaterial bei:
Eine Entzündung des Pericraniums, die sogenannte Perikranitis, kann infolge von Infektionen, Verletzungen oder im Zusammenhang mit neurochirurgischen Eingriffen auftreten. Sie äußert sich durch lokalen Schmerz, Schwellung und Rötung im betroffenen Bereich.
In der Neurologie spielt das Pericranium eine Rolle bei bestimmten Kopfschmerzformen. Beim Spannungskopfschmerz wird häufig ein erhöhter Druckschmerz der perikranialen Muskulatur und des Pericraniums beschrieben. Dieser sogenannte perikraniale Druckschmerz kann durch manuelle Palpation (Betasten) festgestellt werden und hilft bei der Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen.
Das Pericranium selbst ist mit bloßem Auge nicht sichtbar, kann jedoch im Rahmen von bildgebenden Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) indirekt beurteilt werden. Bei operativen Eingriffen am Schädel ist das Pericranium direkt sichtbar und zugänglich.
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