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Die Perikardpunktion ist ein medizinischer Eingriff zur Entfernung von Flüssigkeit aus dem Herzbeutel. Sie wird bei lebensbedrohlichen Ergüssen eingesetzt.
Die Perikardpunktion ist ein medizinischer Eingriff zur Entfernung von Flüssigkeit aus dem Herzbeutel. Sie wird bei lebensbedrohlichen Ergüssen eingesetzt.
Die Perikardpunktion, auch Perikardiozentese genannt, ist ein medizinischer Eingriff, bei dem Flüssigkeit aus dem Perikard – dem Herzbeutel – abgezogen wird. Der Herzbeutel ist ein bindegewebiger Sack, der das Herz umhüllt und normalerweise nur eine geringe Menge Flüssigkeit enthält. Sammelt sich dort jedoch zu viel Flüssigkeit an, spricht man von einem Perikarderguss, der das Herz in seiner Pumpfunktion ernsthaft beeinträchtigen kann.
Der Eingriff wird eingesetzt, wenn ein Perikarderguss zu einer Beeinträchtigung der Herzfunktion führt oder dies droht. Die häufigsten Indikationen sind:
Ein Perikarderguss kann durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden:
Die Perikardpunktion wird in der Regel unter sterilen Bedingungen in einem Krankenhaus, oft auf einer Intensiv- oder Herzkatheterstationseinheit, durchgeführt. Der Ablauf ist wie folgt:
Vor dem Eingriff erfolgen bildgebende Untersuchungen wie Echokardiographie (Herzultraschall) und ein EKG, um den Erguss zu lokalisieren und den besten Zugangsweg zu bestimmen. Der Patient erhält eine lokale Betäubung (Lokalanästhesie) und wird an ein EKG-Monitoring angeschlossen.
Eine lange, dünne Hohlnadel wird – meistens unter Ultraschallkontrolle – durch die Brustwand in den Herzbeutel eingeführt. Der häufigste Zugangsweg ist der subxiphoidale Zugang, also unterhalb des Schwertfortsatzes des Brustbeins. Über die Nadel wird ein dünner Draht (Seldinger-Technik) eingeführt, über den anschließend ein Katheter platziert wird.
Die angesammelte Flüssigkeit wird langsam abgezogen und in Behälter aufgefangen. Bei großen Ergüssen oder zur Vorbeugung eines Rückfalls kann ein Perikarddrainageschlauch für mehrere Stunden oder Tage belassen werden.
Die Perikardpunktion ist ein invasiver Eingriff und birgt gewisse Risiken, die jedoch bei erfahrenen Spezialisten und unter Bildgebungskontrolle gering sind:
Nach dem Eingriff wird der Patient überwacht. Echokardiographische Kontrollen stellen sicher, dass keine Restflüssigkeit vorhanden ist und keine Komplikationen aufgetreten sind. Die weitere Behandlung richtet sich nach der Ursache des Ergusses – sei es eine entzündungshemmende Therapie, eine Antibiotikagabe oder eine onkologische Behandlung.
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