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Eine Periostreaktion ist eine radiologisch sichtbare Veränderung des Knochenhäutchens (Periost), die auf Erkrankungen, Verletzungen oder Tumoren hinweist.
Eine Periostreaktion ist eine radiologisch sichtbare Veränderung des Knochenhäutchens (Periost), die auf Erkrankungen, Verletzungen oder Tumoren hinweist.
Als Periostreaktion bezeichnet man eine sichtbare Veränderung des Periosts – der dünnen Knochenhaut, die die Außenfläche der meisten Knochen überzieht. Diese Veränderungen entstehen als Reaktion des Körpers auf verschiedene Reize wie Entzündungen, Verletzungen, Tumoren oder Durchblutungsstörungen. Im Röntgenbild, in der Computertomografie (CT) oder in der Magnetresonanztomografie (MRT) sind sie als knöcherne Neubildungen an der Knochenoberfläche erkennbar.
Das Periost enthält Blutgefäße, Nerven und knochenbildende Zellen (Osteoblasten). Bei einer Reizung oder Schädigung reagiert es mit der Bildung neuen Knochengewebes, was zur charakteristischen Periostreaktion führt.
Periostreaktionen können durch eine Vielzahl von Erkrankungen und Zuständen ausgelöst werden:
In der medizinischen Bildgebung werden verschiedene Muster der Periostreaktion unterschieden, die wichtige Hinweise auf die Grunderkrankung geben:
Eine glatte, gleichmäßige Knochenneubildung entlang der Knochenoberfläche. Dieses Muster gilt als eher gutartig und tritt häufig bei Frakturen, Stressfrakturen oder Osteomyelitis auf.
Mehrere konzentrische Lagen neuen Knochens, die an eine Zwiebelschale erinnern. Dieses Muster ist typisch für das Ewing-Sarkom, kann aber auch bei aggressiven Entzündungen vorkommen.
Strahlenförmig angeordnete Knochennadeln, die senkrecht zur Knochenoberfläche verlaufen. Dieses Muster ist charakteristisch für das Osteosarkom und deutet auf eine aggressive, schnell wachsende Läsion hin.
Ein dreieckiger Bereich erhöhter Knochendichte an der Grenze zwischen Tumor und gesundem Knochen. Das Codman-Dreieck ist ein wichtiges Zeichen für aggressive Knochenläsionen, insbesondere beim Osteosarkom.
Die Diagnose einer Periostreaktion erfolgt in erster Linie durch bildgebende Verfahren:
Die klinische Untersuchung, Laborbefunde (z. B. Entzündungsmarker, Tumormarker) und die Patientengeschichte sind ebenfalls entscheidend für die Diagnosestellung.
Die Behandlung einer Periostreaktion richtet sich ausschließlich nach der zugrundeliegenden Ursache:
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