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Das Peritonealkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Bauchfells. Es entsteht primär oder als Streuung anderer Krebsarten und erfordert spezialisierte Behandlung.
Das Peritonealkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Bauchfells. Es entsteht primär oder als Streuung anderer Krebsarten und erfordert spezialisierte Behandlung.
Das Peritonealkarzinom ist eine bösartige Erkrankung des Peritoneums – der dünnen Gewebeschicht, die die Bauchhöhle auskleidet und die inneren Organe umhüllt. Man unterscheidet zwei Hauptformen: das primäre Peritonealkarzinom, das direkt aus dem Bauchfell entsteht, und die Peritonealkarzinose, bei der Krebszellen anderer Tumoren (z. B. Eierstock-, Darm- oder Magenkrebs) in das Bauchfell streuen.
Das primäre Peritonealkarzinom ist histologisch dem Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) sehr ähnlich und wird oft mit ähnlichen Methoden behandelt. Es tritt häufiger bei Frauen auf, kann aber grundsätzlich beide Geschlechter betreffen.
Die genauen Ursachen des primären Peritonealkarzinoms sind noch nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko:
Das Peritonealkarzinom verursacht im Frühstadium oft keine oder nur unspezifische Beschwerden, was die Diagnose erschwert. Mögliche Symptome umfassen:
Da die Symptome unspezifisch sind, werden für die Diagnose verschiedene Untersuchungen eingesetzt:
Die Behandlung des Peritonealkarzinoms richtet sich nach dem Stadium, dem Allgemeinzustand des Patienten und der Art des Tumors. Die wichtigsten Therapieoptionen sind:
Ziel der Operation ist die möglichst vollständige Entfernung aller sichtbaren Tumorareale im Bauchraum (Zytoreduktion). Dieses aufwendige Verfahren wird häufig mit einer speziellen Chemotherapie kombiniert.
Nach der Operation oder als primäre Therapie bei inoperablen Fällen wird häufig eine systemische Chemotherapie eingesetzt, oft mit Wirkstoffen wie Carboplatin und Paclitaxel.
Bei der HIPEC wird nach der zytoreduktiven Operation eine erwärmte Chemotherapielösung direkt in die Bauchhöhle geleitet. Diese Methode erhöht die lokale Wirksamkeit der Chemotherapie und wird an spezialisierten Zentren angeboten.
Bei bestimmten genetischen Veränderungen (z. B. BRCA-Mutationen) kommen zielgerichtete Medikamente wie PARP-Inhibitoren zum Einsatz. Immuntherapeutische Ansätze werden in klinischen Studien erprobt.
Die Prognose des Peritonealkarzinoms hängt stark vom Stadium bei Diagnosestellung, dem Ausmaß der Tumorausbreitung und dem Ansprechen auf die Therapie ab. Durch moderne Kombinationstherapien (Chirurgie und HIPEC) konnten die Überlebensraten in den letzten Jahren verbessert werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung in einem spezialisierten Zentrum sind entscheidend für das Behandlungsergebnis.
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