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Die perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Anlage einer Magensonde durch die Bauchdecke für künstliche Ernährung.
Die perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Anlage einer Magensonde durch die Bauchdecke für künstliche Ernährung.
Die perkutane endoskopische Gastrostomie (kurz: PEG) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem mithilfe eines Endoskops ein Ernährungsschlauch (Sonde) durch die Bauchdecke direkt in den Magen gelegt wird. Das Wort „perkutan” bedeutet „durch die Haut”, „endoskopisch” verweist auf die Verwendung eines flexiblen Kamerasystems (Endoskop). Diese Methode ermöglicht eine langfristige künstliche Ernährung bei Patientinnen und Patienten, die nicht mehr ausreichend schlucken oder essen können.
Eine PEG wird eingesetzt, wenn eine orale Nahrungsaufnahme über einen längeren Zeitraum nicht möglich oder nicht ausreichend ist. Typische Indikationen sind:
Die Entscheidung zur PEG-Anlage erfolgt immer nach sorgfältiger medizinischer und ethischer Abwägung sowie in Absprache mit der Patientin oder dem Patienten bzw. den rechtlichen Vertretungspersonen.
Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant oder stationär unter leichter Sedierung (Beruhigungsmittel) und lokaler Betäubung. Der Ablauf umfasst folgende Schritte:
Der gesamte Eingriff dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten.
Nach der Anlage können spezielle flüssige Sondennahrungen direkt in den Magen verabreicht werden. Diese Nahrungen enthalten alle notwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in angepasster Zusammensetzung. Die Gabe erfolgt entweder als kontinuierliche Infusion über eine Pumpe oder als sogenannte Bolusernaährung (portionsweise Gabe).
Eine regelmäßige Pflege der Einstichstelle ist wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Mögliche Komplikationen sind:
Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und fachgerechte Pflege durch geschultes Pflegepersonal oder Angehörige sind entscheidend für einen komplikationsarmen Verlauf.
PEG-Sonden können in der Regel mehrere Monate bis Jahre liegen bleiben. Bei Bedarf werden sie ausgetauscht oder gegen ein sogenanntes Button-System (flachere Variante) ersetzt. Ist eine orale Ernährung wieder möglich, kann die Sonde entfernt werden. Die Wunde verschließt sich danach meist von selbst.
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