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Der Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptor gamma (PPAR-gamma) ist ein kernständiger Rezeptor, der den Fettstoffwechsel und die Insulinsensitivität reguliert.
Der Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptor gamma (PPAR-gamma) ist ein kernständiger Rezeptor, der den Fettstoffwechsel und die Insulinsensitivität reguliert.
Der Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptor gamma (kurz: PPAR-gamma) ist ein sogenannter nukleärer Transkriptionsfaktor – ein Eiweißmolekül, das sich im Zellkern befindet und die Aktivität bestimmter Gene direkt steuert. Er gehört zur Familie der PPAR-Rezeptoren, zu der auch PPAR-alpha und PPAR-beta/delta zählen. PPAR-gamma wird vor allem in Fettzellen (Adipozyten), aber auch in Immunzellen, Darmzellen und anderen Geweben exprimiert.
Als Transkriptionsfaktor bindet PPAR-gamma an spezifische DNA-Abschnitte und reguliert dort die Ablesung von Genen, die unter anderem für die Fettspeicherung, die Zuckerverwertung und Entzündungsprozesse zuständig sind. Er gilt als zentraler Schalter des Lipid- und Glukosestoffwechsels.
PPAR-gamma übernimmt im Körper zahlreiche wichtige Aufgaben:
PPAR-gamma wird durch verschiedene körpereigene und externe Moleküle aktiviert:
Bei Typ-2-Diabetes besteht häufig eine Insulinresistenz, das heißt, die Körperzellen reagieren nicht mehr ausreichend auf Insulin. PPAR-gamma-Agonisten wie Pioglitazon verbessern die Insulinsensitivität, indem sie die Genexpression in Fett- und Muskelzellen so verändern, dass Glukose effizienter aufgenommen werden kann. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel.
Da PPAR-gamma die Fettzellenbildung und -verteilung steuert, hat es eine direkte Verbindung zu Adipositas (Fettleibigkeit) und dem Metabolischen Syndrom – einem Cluster aus Übergewicht, erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und gestörtem Zuckerstoffwechsel. Bestimmte genetische Varianten (Polymorphismen) des PPAR-gamma-Gens sind mit einem erhöhten Risiko für Adipositas und Typ-2-Diabetes assoziiert.
In Gefäßwandzellen und Makrophagen (Fresszellen des Immunsystems) kann PPAR-gamma die Entstehung von Arteriosklerose beeinflussen. Es moduliert die Aufnahme von oxidierten LDL-Cholesterin-Partikeln und die Bildung von Schaumzellen, die eine zentrale Rolle bei der Plaquebildung spielen.
Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften ist PPAR-gamma auch Gegenstand der Forschung bei entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und Multipler Sklerose.
In verschiedenen Tumorarten wurde eine veränderte PPAR-gamma-Aktivität beobachtet. Sowohl tumorsuppressive als auch tumorpromovierende Wirkungen werden in Abhängigkeit vom Gewebetyp diskutiert. Die Forschung zu PPAR-gamma als möglichem Ansatzpunkt in der Onkologie ist noch im Gange.
Die medikamentöse Aktivierung von PPAR-gamma durch Thiazolidindione kann mit unerwünschten Wirkungen verbunden sein:
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