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Ein Pferdekuss ist eine schmerzhafte Muskelprellung, meist am Oberschenkel, durch stumpfe Gewalteinwirkung. Er tritt häufig beim Sport auf.
Ein Pferdekuss ist eine schmerzhafte Muskelprellung, meist am Oberschenkel, durch stumpfe Gewalteinwirkung. Er tritt häufig beim Sport auf.
Der Begriff Pferdekuss bezeichnet umgangssprachlich eine Muskelprellung (medizinisch: Contusio musculorum), die durch einen stumpfen Stoß oder Schlag auf einen Muskel entsteht. Besonders häufig ist der Oberschenkelmuskel betroffen, typischerweise nach einem Zusammenstoß im Sport – etwa beim Fußball, Rugby oder Handball. Der Name leitet sich scherzhaft von einem vermeintlichen Biss oder Stoß eines Pferdes ab.
Ein Pferdekuss entsteht durch direkte, stumpfe Gewalteinwirkung auf einen Muskel ohne Hautdurchdringung. Häufige Ursachen sind:
Durch die Krafteinwirkung werden Muskelzellen und kleine Blutgefäße (Kapillaren) geschädigt, was zu einer Einblutung ins Muskelgewebe führt.
Die typischen Beschwerden eines Pferdekusses umfassen:
Die Beschwerden können unmittelbar nach dem Ereignis auftreten oder sich erst innerhalb weniger Stunden vollständig zeigen.
In den meisten Fällen lässt sich ein Pferdekuss durch klinische Untersuchung eindeutig diagnostizieren. Der Arzt oder die Ärztin tastet den betroffenen Bereich ab und befragt die betroffene Person zum Unfallhergang. Bei Verdacht auf eine schwerere Verletzung (z. B. Muskelfaserriss oder Knochenbetäubung) kann eine Ultraschalluntersuchung oder in seltenen Fällen eine MRT-Aufnahme durchgeführt werden.
Die Erstbehandlung eines Pferdekusses folgt dem bewehrten PECH-Schema:
Bei stärkeren Beschwerden können entzündungshemmende Medikamente (z. B. Ibuprofen) eingesetzt werden. Physiotherapeutische Maßnahmen wie sanfte Mobilisation und gezielte Übungen unterstützen die Heilung. Auf die Anwendung von Wärme sollte in den ersten 48 Stunden verzichtet werden, da dies die Einblutung verstärken kann.
Leichte Prellungen heilen in der Regel innerhalb von wenigen Tagen bis zwei Wochen vollständig ab. Schwerere Prellungen mit größerem Hämatom können drei bis sechs Wochen benötigen. In seltenen Fällen kann es zur sogenannten Myositis ossificans kommen – einer Verkalkung im Muskelgewebe –, die ärztlich behandelt werden muss.
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