Pharmaze – Bedeutung, Geschichte & Pharmazie
Pharmaze ist ein veralteter Begriff für Pharmazie – die Wissenschaft von Arzneimitteln, ihrer Herstellung, Wirkung und sicheren Anwendung.
Wissenswertes über "Pharmaze"
Pharmaze ist ein veralteter Begriff für Pharmazie – die Wissenschaft von Arzneimitteln, ihrer Herstellung, Wirkung und sicheren Anwendung.
Was ist Pharmaze?
Pharmaze ist eine veraltete bzw. historische Schreibweise des Begriffs Pharmazie. Die Pharmazie ist eine naturwissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung, Entwicklung, Herstellung, Qualitätssicherung und Abgabe von Arzneimitteln beschäftigt. Sie bildet eine wichtige Brücke zwischen Medizin und Chemie und trägt maßgeblich zur Patientenversorgung bei.
Geschichte und Herkunft
Das Wort stammt vom griechischen Begriff pharmakeia ab, was so viel wie „Gebrauch von Heilmitteln“ bedeutet. Bereits in der Antike wurden Pflanzen, Mineralien und tierische Substanzen als Heilmittel eingesetzt. Im Mittelalter entwickelte sich die Pharmazie zur eigenständigen Fachdisziplin. Die Schreibweise „Pharmaze“ findet sich vor allem in älteren deutschen Texten des 18. und 19. Jahrhunderts.
Kernbereiche der Pharmazie
Arzneimittelentwicklung
Pharmazeutinnen und Pharmazeuten arbeiten an der Erforschung neuer Wirkstoffe und deren Überführung in sichere und wirksame Medikamente. Dabei spielen Pharmakologie, Toxikologie und klinische Prüfungen eine zentrale Rolle.
Herstellung und Qualitätskontrolle
Ein wichtiger Teilbereich ist die pharmazeutische Technologie: die Entwicklung geeigneter Darreichungsformen wie Tabletten, Kapseln, Salben oder Injektionslösungen sowie die Sicherstellung ihrer Qualität nach gesetzlichen Standards (z. B. Europäisches Arzneibuch).
Klinische Pharmazie
Die klinische Pharmazie befasst sich mit der patientenorientierten Arzneimitteltherapie. Klinische Pharmazeutinnen und Pharmazeuten arbeiten eng mit Ärzten zusammen, um Medikationsfehler zu vermeiden und die Therapiesicherheit zu verbessern.
Apotheke und öffentliche Gesundheit
In der öffentlichen Apotheke beraten Pharmazeutinnen und Pharmazeuten Patientinnen und Patienten zur sicheren Anwendung von Arzneimitteln, klären über Wechselwirkungen auf und gewährleisten die korrekte Abgabe verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Medikamente.
Pharmazeutische Berufe
Im Bereich der Pharmazie gibt es verschiedene Berufsfelder:
- Apotheker/Apothekerin: Studienabschluss nach regelmäßig fünf Jahren, Staatsexamen, Tätigkeit in Apotheke, Klinik oder Industrie
- Pharmazeutisch-technische Assistenz (PTA): Fachkraft mit dreijähriger Ausbildung, tätig in Apotheken und pharmazeutischen Betrieben
- Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz (PKA): Unterstützung im kaufmännischen Bereich von Apotheken
Bedeutung für die Gesundheitsversorgung
Die Pharmazie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitssystems. Sie schützt Patientinnen und Patienten durch sichere Arzneimittelversorgung, trägt zur Prävention bei und unterstützt die Therapieadhärenz. Ohne pharmazeutische Expertise wäre eine moderne, sichere Medizin nicht möglich.
Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Apotheken und pharmazeutische Versorgung in Deutschland. Berlin, 2023.
- Mutschler, E. et al.: Arzneimittelwirkungen – Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Toxikologie. 11. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2023.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): The Role of the Pharmacist in the Health Care System. WHO, Genf, 2022.
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