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Die Phlegmone ist eine akute, diffuse bakterielle Infektion des Unterhautgewebes und der Faszien. Sie äußert sich durch Schwellung, Rötung und Schmerzen.
Die Phlegmone ist eine akute, diffuse bakterielle Infektion des Unterhautgewebes und der Faszien. Sie äußert sich durch Schwellung, Rötung und Schmerzen.
Eine Phlegmone ist eine akute, sich diffus ausbreitende Infektion des Bindegewebes, die vor allem das Unterhautfettgewebe (Subkutis) und die Faszien betrifft. Im Gegensatz zu einem Abszess, bei dem Eiter an einem umschriebenen Ort eingekapselt ist, breitet sich die Phlegmone ungehemmt entlang von Gewebsspalten aus und kann dadurch große Körperbereiche erfassen. Sie ist ein medizinischer Notfall, der zügig behandelt werden muss.
Die Phlegmone wird in den meisten Fällen durch Bakterien ausgelöst, die über kleine Hautverletzungen, Wunden oder Insektenstiche in das Gewebe eindringen. Die häufigsten Erreger sind:
Begünstigende Faktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes mellitus, Lymphödeme, Veneninsuffizienz, Adipositas sowie bestehende Hauterkrankungen.
Typische Zeichen einer Phlegmone sind die klassischen Entzündungszeichen:
Zusätzlich können allgemeine Infektionszeichen auftreten, wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit sowie vergrößerte Lymphknoten. In schweren Fällen kann es zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen.
Die Diagnose wird in erster Linie klinisch gestellt, das heißt durch die Untersuchung des Patienten und das Erkennen der typischen Zeichen. Zur Abklärung und zur Beurteilung des Ausmaßes der Infektion werden folgende Untersuchungen eingesetzt:
Die Behandlung der Phlegmone besteht primär in einer gezielten Antibiotikatherapie. Bei leichten Fällen können orale Antibiotika wie Amoxicillin-Clavulansäure oder Cefalexin eingesetzt werden. Schwere oder sich rasch ausbreitende Fälle erfordern eine stationäre Aufnahme mit intravenöser Antibiotikagabe (z. B. Penicillin, Clindamycin oder Vancomycin bei MRSA-Verdacht).
Liegt ein begleitender Abszess vor oder spricht die Infektion nicht auf Antibiotika an, ist ein chirurgischer Eingriff mit Spaltung und Drainage des Infektionsherdes notwendig. Bei einer nekrotisierenden Fasziitis, einer besonders schweren Verlaufsform, ist eine sofortige chirurgische Sanierung mit Entfernung des abgestorbenen Gewebes (Debridement) lebensrettend.
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