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Photobiomodulation (PBM) ist eine lichtbasierte Therapieform, bei der rotes oder nahinfrarotes Licht zur Förderung von Heilungsprozessen, Schmerzlinderung und Geweberegeneration eingesetzt wird.
Photobiomodulation (PBM) ist eine lichtbasierte Therapieform, bei der rotes oder nahinfrarotes Licht zur Förderung von Heilungsprozessen, Schmerzlinderung und Geweberegeneration eingesetzt wird.
Die Photobiomodulation (PBM), auch als Photobiomodulationstherapie (PBMT) bezeichnet, ist ein nicht-invasives medizinisches Verfahren, bei dem Licht im roten oder nahinfraroten Wellenlängenbereich (typischerweise 600–1100 nm) auf Körpergewebe angewendet wird. Im Gegensatz zu anderen Lichttherapien erzeugt PBM keine Wärme und wird daher auch als Kaltlasertherapie oder Low-Level-Lasertherapie (LLLT) bezeichnet. Das Verfahren wird zur Schmerzlinderung, Wundheilung, Entstauung und Regeneration von Gewebe eingesetzt.
Der biologische Wirkmechanismus der Photobiomodulation beruht auf der Absorption von Lichtphotonen durch spezifische Moleküle in den Körperzellen, sogenannte Chromophore. Das wichtigste Zielmolekuel ist Cytochrom-c-Oxidase, ein Enzym in den Mitochondrien – den Energiezentralen der Zelle.
Photobiomodulation wird in verschiedenen medizinischen Fachbereichen angewendet:
PBM wird häufig bei chronischen und akuten Schmerzen eingesetzt, darunter Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Nackenschmerzen sowie bei Erkrankungen wie Fibromyalgie oder Arthritis. Die Therapie kann Entzündungen reduzieren und Nervenreizungen lindern.
In der Dermatologie und Wundversorgung fördert PBM die Regeneration von Haut- und Bindegewebe. Sie wird bei schwer heilenden Wunden, Dekubitus, Verbrennungen und nach operativen Eingriffen eingesetzt.
Im sportmedizinischen Bereich beschleunigt PBM die Erholung nach Muskelbelastungen, reduziert Muskelkater und unterstützt die Heilung von Sehnen- und Bänderverletzungen.
Aktuelle Forschungen untersuchen den Einsatz von PBM bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson, traumatischen Hirnverletzungen und Depression. Die Ergebnisse sind vielversprechend, jedoch noch nicht abschließend belegt.
In der Zahnmedizin wird PBM zur Behandlung von Mundschl&eimhautentzündungen (Mukositis), Wundschmerzen nach Extraktionen sowie bei Kiefergelenksbeschwerden verwendet.
Die Therapie wird mit speziellen Laser- oder LED-Geräten durchgeführt, die Licht einer definierten Wellenlänge und Energie auf das Gewebe abgeben. Die Behandlung ist in der Regel schmerzlos und dauert je nach Anwendungsbereich zwischen 5 und 30 Minuten. Mehrere Sitzungen sind meist erforderlich, um einen therapeutischen Effekt zu erzielen. Die genaue Dosierung – gemessen in Joule pro Quadratzentimeter (J/cm²) – ist entscheidend für den Therapieerfolg.
Photobiomodulation gilt als sehr sicheres Verfahren mit einem geringen Nebenwirkungsprofil. Bekannte Nebenwirkungen sind:
Die Therapie ist kontraindiziert bei direkter Bestrahlung von Tumorgewebe, in der Schwangerschaft (direkte Bestrahlung des Abdomens), bei photosensitiven Erkrankungen sowie über dem Schilddrüsengewebe bei bestimmten Vorerkrankungen.
Die wissenschaftliche Datenlage zur Photobiomodulation ist wachsend. Zahlreiche klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten bestätigen positive Effekte bei Schmerz, Wundheilung und Entzündung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und verschiedene Fachgesellschaften erkennen PBM als ergänzende Therapieoption an. Dennoch sind für einzelne Indikationen noch großangelegte randomisierte kontrollierte Studien erforderlich, um die optimalen Behandlungsparameter zu standardisieren.
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