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Phytoöstrogene Wirkung – Hormonelle Effekte erklärt

Phytoöstrogene sind pflanzliche Verbindungen, die im Körper eine östrogenähnliche Wirkung entfalten. Sie binden an Östrogenrezeptoren und beeinflussen so den Hormonhaushalt auf natürliche Weise.

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Wissenswertes über "Phytoöstrogene Wirkung"

Phytoöstrogene sind pflanzliche Verbindungen, die im Körper eine östrogenähnliche Wirkung entfalten. Sie binden an Östrogenrezeptoren und beeinflussen so den Hormonhaushalt auf natürliche Weise.

Was sind Phytoöstrogene?

Phytoöstrogene sind natürlich vorkommende, pflanzliche Substanzen, die eine strukturelle Ähnlichkeit mit dem weiblichen Sexualhormon Östrogen aufweisen. Aufgrund dieser Ähnlichkeit können sie an die körpereigenen Östrogenrezeptoren binden und hormonartige Effekte auslösen. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern phyto (Pflanze) und Östrogen (weibliches Geschlechtshormon) zusammen.

Phytoöstrogene kommen in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor, darunter Sojaprodukte, Leinsamen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Sie werden in drei Hauptgruppen unterteilt: Isoflavone, Lignane und Coumestane.

Wirkmechanismus

Phytoöstrogene wirken vorwiegend über die Bindung an die zwei Typen von Östrogenrezeptoren: ERα (Östrogenrezeptor alpha) und ERβ (Östrogenrezeptor beta). Dabei zeigen sie eine deutlich höhere Affinität zu ERβ als zu ERα. Diese selektive Rezeptorbindung ist entscheidend für ihr Wirkprofil.

  • Östrogene Wirkung: Bei niedrigen körpereigenen Östrogenspiegeln – beispielsweise in den Wechseljahren – können Phytoöstrogene eine schwach östrogenartige Wirkung entfalten und Symptome lindern.
  • Antiöstrogene Wirkung: Bei hohem körpereigenem Östrogenspiegel können Phytoöstrogene den Rezeptor besetzen und so die Wirkung des stärkeren körpereigenen Östrogens abschwächen.
  • Hormonunabhängige Effekte: Zusätzlich wirken Phytoöstrogene antioxidativ, entzündungshemmend und beeinflussen verschiedene Signalwege des Zellstoffwechsels.

Wichtigste Phytoöstrogen-Gruppen

Isoflavone

Isoflavone sind die am besten erforschten Phytoöstrogene. Sie kommen vor allem in Soja und Sojaprodukten (Tofu, Sojadrink, Tempeh) sowie in anderen Hülsenfrüchten vor. Wichtige Vertreter sind Genistein, Daidzein und Formononetin.

Lignane

Lignane sind in Leinsamen, Sesam, Vollkornprodukten und verschiedenen Gemüsesorten enthalten. Im Darm werden sie durch Bakterien in biologisch aktive Formen (Enterolacton, Enterodiol) umgewandelt.

Coumestane

Coumestane finden sich in Luzerne (Alfalfa), Kleesprossen und bestimmten Bohnensorten. Sie besitzen die stärkste östrogene Aktivität unter den Phytoöstrogenen.

Medizinische Bedeutung und Anwendung

Wechseljahresbeschwerden

Das häufigste Anwendungsgebiet von Phytoöstrogenen in der Medizin ist die Linderung von Wechseljahresbeschwerden (Klimakterium). Studien zeigen, dass Isoflavone aus Soja und Rotklee die Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen reduzieren können. Sie gelten als natürliche Alternative oder Ergänzung zur Hormonersatztherapie.

Knochengesundheit

Phytoöstrogene können dazu beitragen, den Knochenstoffwechsel positiv zu beeinflussen. Da Östrogenmangel nach den Wechseljahren ein Risikofaktor für Osteoporose ist, wird der potenzielle knochenschützende Effekt von Phytoöstrogenen wissenschaftlich untersucht.

Herz-Kreislauf-Gesundheit

Phytoöstrogene können die Blutfettwerte günstig beeinflussen, indem sie LDL-Cholesterin senken und HDL-Cholesterin erhöhen. Zudem können sie die Gefäßelastizität verbessern und so möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.

Krebsprävention

Die Rolle von Phytoöstrogenen bei der Krebsprävention wird intensiv diskutiert. In Bevölkerungsgruppen mit hohem Sojakonsum (z. B. in Japan) werden niedrigere Raten bestimmter hormonabhängiger Krebsarten beobachtet. Jedoch ist die Datenlage komplex, und Phytoöstrogene sollten bei bestehenden hormonabhängigen Tumoren (z. B. Brustkrebs) nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Phytoöstrogene aus der normalen Ernährung gelten bei gesunden Erwachsenen als sicher. Bei der Einnahme hochdosierter Nahrungsergänzungsmittel sind jedoch folgende Aspekte zu beachten:

  • Mögliche Wechselwirkungen mit hormonellen Medikamenten (z. B. Anti-Baby-Pille, Hormontherapie)
  • Bei hormonabhängigen Erkrankungen (z. B. Östrogenrezeptor-positivem Brustkrebs, Endometriose) ist Vorsicht geboten
  • Bei Schilddrüsenerkrankungen kann ein hoher Isoflavonkonsum die Schilddrüsenfunktion beeinflussen
  • In der Schwangerschaft sollten hochdosierte Präparate gemieden werden

Personen mit bestehenden Erkrankungen oder laufender Medikamenteneinnahme sollten vor der Einnahme von Phytoöstrogen-Präparaten ärztlichen Rat einholen.

Vorkommen in Lebensmitteln

  • Soja und Sojaprodukte: höchster Isoflavongehalt
  • Leinsamen: reichhaltigste Lignanquelle
  • Rotklee: wird auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt
  • Hülsenfrüchte: Kichererbsen, Linsen, Bohnen
  • Vollkorngetreide, Sesam, Obst und Gemüse: moderate Mengen

Quellen

  1. Patisaul, H. B. & Jefferson, W. (2010). The pros and cons of phytoestrogens. Frontiers in Neuroendocrinology, 31(4), 400–419. doi:10.1016/j.yfrne.2010.03.003
  2. Messina, M. (2016). Soy and Health Update: Evaluation of the Clinical and Epidemiologic Literature. Nutrients, 8(12), 754. doi:10.3390/nu8120754
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Stellungnahme zu Phytoöstrogenen in der Ernährung. www.dge.de

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