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Piperin ist der bioaktive Wirkstoff im schwarzen Pfeffer und verleiht ihm seine Schärfe. Es verbessert die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe und wird in der Nahrungsergänzung eingesetzt.
Piperin ist der bioaktive Wirkstoff im schwarzen Pfeffer und verleiht ihm seine Schärfe. Es verbessert die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe und wird in der Nahrungsergänzung eingesetzt.
Piperin ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid, das hauptsächlich in schwarzem Pfeffer (Piper nigrum) und langen Pfeffer (Piper longum) enthalten ist. Es ist für den charakteristischen scharfen Geschmack des Pfeffers verantwortlich und gehört zur Gruppe der Alkaloide. In der modernen Ernährungswissenschaft und Pharmakologie wird Piperin vor allem für seine Fähigkeit geschätzt, die Bioverfügbarkeit anderer Stoffe deutlich zu verbessern.
Piperin entfaltet seine Wirkung über mehrere Mechanismen:
Die bekannteste Eigenschaft von Piperin ist seine Fähigkeit, die Bioverfügbarkeit anderer Substanzen zu steigern. Besonders gut erforscht ist die Kombination von Piperin mit Curcumin (dem Wirkstoff in Kurkuma): Studien zeigen, dass Piperin die Aufnahme von Curcumin um bis zu 2.000 % erhöhen kann. Auch die Bioverfügbarkeit von Vitaminen wie Vitamin B6, Beta-Carotin sowie von Mineralstoffen wie Selen und Coenzym Q10 kann durch Piperin verbessert werden.
In Laborstudien und Tierstudien hat Piperin entzündungshemmende Eigenschaften gezeigt. Es kann die Ausschüttung bestimmter Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) hemmen. Klinische Studien am Menschen sind jedoch noch begrenzt.
Piperin regt die Produktion von Verdauungsenzymen an und kann die Magenentleerung sowie die Peristaltik (Darmbewegung) fördern. Es wird traditionell in der ayurvedischen Medizin zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt.
Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Piperin die Produktion von Serotonin und β-Endorphinen im Gehirn beeinflussen kann, was möglicherweise stimmungsaufhellende Effekte hat. Diese Ergebnisse basieren jedoch bislang überwiegend auf Tierversuchen.
In Nahrungsergänzungsmitteln wird Piperin typischerweise in Mengen von 5 bis 20 mg pro Tag eingesetzt. Häufig ist es als standardisierter Extrakt (z. B. BioPerine®, mit 95 % Piperin-Gehalt) erhältlich. Die genaue Dosierung hängt vom jeweiligen Anwendungszweck und dem begleitenden Nährstoff ab. Bei der Einnahme von Arzneimitteln sollte Piperin nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden, da es den Medikamentenstoffwechsel beeinflussen kann.
Piperin kommt natürlich in folgenden Lebensmitteln vor:
Piperin in Mengen, wie sie üblicherweise über die Nahrung aufgenommen werden, gilt als sicher. Bei höheren Dosen in Ergänzungsmitteln können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Schwangere und stillende Frauen sowie Personen, die Medikamente einnehmen, sollten Piperin-Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
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