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Plasmaprotein – Definition, Funktion & Bedeutung

Plasmaproteine sind Eiweißstoffe im Blutplasma, die lebenswichtige Aufgaben erfüllen: Sie transportieren Substanzen, regulieren den Blutdruck und sind an der Immunabwehr beteiligt.

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Wissenswertes über "Plasmaprotein"

Plasmaproteine sind Eiweißstoffe im Blutplasma, die lebenswichtige Aufgaben erfüllen: Sie transportieren Substanzen, regulieren den Blutdruck und sind an der Immunabwehr beteiligt.

Was sind Plasmaproteine?

Plasmaproteine sind Proteine (Eiweißstoffe), die im flüssigen Anteil des Blutes – dem Blutplasma – gelöst vorliegen. Sie machen etwa 6–8 % des Blutplasmas aus und umfassen eine Vielzahl verschiedener Proteingruppen mit unterschiedlichen Funktionen. Der Großteil der Plasmaproteine wird in der Leber synthetisiert; ein Teil wird auch von Immunzellen produziert.

Hauptgruppen der Plasmaproteine

Albumine

Albumin ist das häufigste Plasmaprotein und macht etwa 55–60 % aller Plasmaproteine aus. Es erfüllt folgende zentrale Aufgaben:

  • Transport von Fettsäuren, Hormonen, Bilirubin und Medikamenten
  • Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks (verhindert das Austreten von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins Gewebe)
  • Pufferfunktion im Säure-Basen-Haushalt

Globuline

Globuline bilden eine heterogene Gruppe von Plasmaproteinen, die in Alpha-, Beta- und Gammaglobuline unterteilt werden:

  • Alpha-Globuline (z. B. Alpha-1-Antitrypsin, Alpha-2-Makroglobulin): Schutz vor Gewebeabbau, Transportfunktionen
  • Beta-Globuline (z. B. Transferrin, Komplementproteine): Transport von Eisen, Fettstoffen und Aktivierung des Immunsystems
  • Gammaglobuline (Immunglobuline / Antikörper): Schlüsselelemente der spezifischen Immunabwehr, produziert von B-Lymphozyten

Fibrinogen

Fibrinogen ist ein zentrales Protein der Blutgerinnung. Es wird bei Gefäßverletzungen durch das Enzym Thrombin in Fibrin umgewandelt, das ein Gerinnsel bildet und Wunden verschließt.

Funktionen der Plasmaproteine im Überblick

  • Transport: Bindung und Beförderung von Hormonen, Vitaminen, Mineralien, Lipiden und Medikamenten im Blut
  • Immunabwehr: Antikörper und Komplementproteine bekämpfen Krankheitserreger
  • Blutgerinnung: Gerinnungsfaktoren (z. B. Fibrinogen, Prothrombin) ermöglichen die Wundheilung
  • Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks: Verhindert Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe)
  • Pufferfunktion: Stabilisierung des pH-Werts im Blut
  • Enzymatische Funktionen: Einige Plasmaproteine wirken als Enzyme und katalysieren biochemische Reaktionen

Klinische Bedeutung – Veränderungen der Plasmaproteine

Hypoproteinämie (zu niedrige Proteinwerte)

Ein Abfall der Plasmaproteine – insbesondere des Albumins – kann folgende Ursachen haben:

  • Mangelernährung oder Unterernährung
  • Lebererkrankungen (verminderte Proteinsynthese)
  • Nierenerkrankungen (Proteinverlust über den Urin, z. B. beim nephrotischen Syndrom)
  • Chronische Entzündungen oder Tumorerkrankungen

Typische Folge ist die Entstehung von Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe), da der kolloidosmotische Druck abfällt.

Hyperproteinämie (zu hohe Proteinwerte)

Erhöhte Plasmaproteinwerte kommen vor bei:

  • Akuten Entzündungsreaktionen (Anstieg der sogenannten Akute-Phase-Proteine, z. B. CRP, Fibrinogen)
  • Bestimmten Tumorerkrankungen (z. B. Multiples Myelom mit Anstieg monoklonaler Immunglobuline)
  • Dehydratation (Flüssigkeitsmangel)

Diagnose und Laborwerte

Die Bestimmung der Plasmaproteine erfolgt im Blutlabor. Wichtige Untersuchungen sind:

  • Gesamtprotein: Normalwert 60–80 g/l im Blutserum
  • Albumin: Normalwert 35–55 g/l
  • Eiweißelektrophorese: Trennung und Quantifizierung der einzelnen Proteinfraktionen (Albumin, Alpha-1, Alpha-2, Beta-, Gammaglobuline)
  • Spezifische Proteine: z. B. CRP, Fibrinogen, Immunglobuline IgG, IgA, IgM

Quellen

  1. Löffler, G. / Petrides, P. E. / Heinrich, P. C. (Hrsg.): Biochemie und Pathobiochemie. 9. Auflage. Springer Medizin Verlag, 2014.
  2. Kasper, D. L. et al. (Hrsg.): Harrison's Principles of Internal Medicine. 20. Auflage. McGraw-Hill Education, 2018.
  3. World Health Organization (WHO): Serum albumin levels as an indicator of nutritional status. WHO Technical Report, Genf.

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