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Die Plazentageburt ist die dritte Geburtsphase, in der die Plazenta nach der Entbindung des Kindes ausgestossen wird. Sie ist ein natürlicher Abschluss des Geburtsvorgangs.
Die Plazentageburt ist die dritte Geburtsphase, in der die Plazenta nach der Entbindung des Kindes ausgestossen wird. Sie ist ein natürlicher Abschluss des Geburtsvorgangs.
Die Plazentageburt, auch als Nachgeburt bezeichnet, ist die dritte und letzte Phase des Geburtsvorgangs. Nach der Geburt des Kindes löst sich die Plazenta – das während der Schwangerschaft gebildete Organ, das das ungeborene Kind mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt hat – von der Gebärmutterwand und wird ausgestossen. Dieser Vorgang ist medizinisch bedeutsam, da Komplikationen wie starke Blutungen auftreten können, wenn die Plazenta nicht vollständig oder rechtzeitig ausgestossen wird.
Kurz nach der Geburt des Kindes beginnt die Gebärmutter, sich weiter zusammenzuziehen. Diese Kontraktionen führen dazu, dass sich die Plazenta von der Gebärmutterwand ablöst und in Richtung Scheide geschoben wird. Typische Zeichen der Plötzlichen Plazentalösung sind ein kurzer Blutschwall, ein Absinken der Nabelschnur und ein Veränderung der Gebärmutterform.
Die Plazentageburt dauert in der Regel zwischen 5 und 30 Minuten. Wenn sie länger als 30 bis 60 Minuten auf sich warten lässt, spricht man von einer retained placenta (verbleibende Plazenta), was ärztliches Eingreifen erfordert. Das medizinische Team prüft anschließend sorgfältig, ob die Plazenta vollständig ausgestossen wurde, da verbliebene Gewebeteile Infektionen oder anhaltende Blutungen verursachen können.
Obwohl die Plazentageburt in den meisten Fällen unkompliziert verläuft, können folgende Komplikationen auftreten:
Die Plazentageburt wird stets von Hebammen und Ärzten überwacht. Zur Vorbeugung einer postpartalen Hämorrhagie ist die Gabe von Oxytocin unmittelbar nach der Geburt des Kindes laut Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Zusätzlich wird die Plazenta nach dem Ausstossen auf Vollständigkeit untersucht.
Nach der Entbindung kann die Plazenta auf Wunsch der Mutter mitgegeben werden. In einigen Kulturen und Traditionen wird die Plazenta begraben oder anderweitig rituell behandelt. Das Essen der Plazenta (Plazentophagie) wird von manchen praktiziert, ist jedoch medizinisch nicht empfohlen, da keine belegten Vorteile und potenzielle gesundheitliche Risiken bestehen.
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