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Ein Pleuraerguss ist eine krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraspalt, dem Raum zwischen Lunge und Brustwand. Er kann Atemnot verursachen und auf verschiedene Grunderkrankungen hinweisen.
Ein Pleuraerguss ist eine krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraspalt, dem Raum zwischen Lunge und Brustwand. Er kann Atemnot verursachen und auf verschiedene Grunderkrankungen hinweisen.
Ein Pleuraerguss bezeichnet eine abnorme Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraspalt – dem schmalen Raum zwischen dem Lungenfell (Pleura visceralis) und dem Rippenfell (Pleura parietalis). Normalerweise befinden sich dort nur wenige Milliliter Flüssigkeit, die als Gleitfilm für die Atembewegungen dient. Bei einem Pleuraerguss kann sich diese Menge auf mehrere Hundert bis über tausend Milliliter erhöhen, was die Lungenfunktion erheblich beeinträchtigen kann.
Pleuraergüsse können durch eine Vielzahl von Erkrankungen ausgelöst werden. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Transsudaten (proteinärme Flüssigkeit durch Druckungleichgewichte) und Exsudaten (proteinreiche Flüssigkeit durch Entzündungen oder Tumore).
Die Beschwerden hängen von der Menge der Flüssigkeit und der Grunderkrankung ab. Kleine Ergüsse verlaufen oft symptomlos. Größere Ergüsse können folgende Symptome verursachen:
Die Diagnose eines Pleuraergusses erfolgt mithilfe verschiedener Untersuchungsmethoden:
Die Therapie richtet sich in erster Linie nach der Grunderkrankung. Zusätzlich stehen folgende Maßnahmen zur Verfügung:
Bei einem Transsudat (z. B. durch Herzinsuffizienz) wird primär die Ursache behandelt – etwa durch Diuretika (entwässernde Medikamente) und Herztherapie. Häufig bildet sich der Erguss dadurch von selbst zurück.
Bei größeren Ergüssen mit Atemnot wird die Flüssigkeit durch eine Nadel oder einen dünnen Katheter abgezogen. Dies verschafft sofortige Erleichterung und liefert gleichzeitig Probenmaterial für die Diagnose.
Bei wiederkehrenden oder infizierten Ergüssen (Pleuraempyem) wird eine Thoraxdrainage eingelegt, um die Flüssigkeit kontinuierlich abzuleiten.
Bei malignen, wiederholt auftretenden Ergüssen kann eine Pleurodese durchgeführt werden: Dabei wird die Pleurahöhle durch ein Reizmittel (z. B. Talkum) verklebt, damit sich kein neuer Erguss bilden kann.
In seltenen Fällen, insbesondere bei Pleuraempyemen oder Tumoren, sind operative Eingriffe wie eine videoassistierte Thorakoskopie (VATS) erforderlich.
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