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Polycythaemia vera ist eine seltene Erkrankung des Knochenmarks, bei der zu viele rote Blutkörperchen gebildet werden. Dies kann zu Thrombosen und anderen schwerwiegenden Komplikationen führen.
Polycythaemia vera ist eine seltene Erkrankung des Knochenmarks, bei der zu viele rote Blutkörperchen gebildet werden. Dies kann zu Thrombosen und anderen schwerwiegenden Komplikationen führen.
Polycythaemia vera (auch: Polyzithämia vera oder Polycythemia vera) ist eine chronische myeloproliferative Erkrankung, bei der das Knochenmark unkontrolliert zu viele rote Blutkörperchen (Erythrozyten) produziert. Häufig sind auch weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) erhöht. Die Erkrankung verläuft chronisch und kann ohne Behandlung lebensbedrohlich werden.
In den meisten Fällen wird Polycythaemia vera durch eine erworbene Genmutation ausgelöst. Diese betrifft das JAK2-Gen (Januskinase 2), das die Blutbildung reguliert. Die Mutation führt zu einer übermäßigen Aktivierung der Blutbildung im Knochenmark. Sie ist nicht erblich, sondern entsteht im Laufe des Lebens spontan in einer einzelnen Stammzelle.
Die Symptome entstehen hauptsächlich durch die erhöhte Blutviskosität (Blutdicke) und die damit verbundene Durchblutungsstörung:
Die Diagnose wird durch eine Kombination aus Blutbild, molekulargenetischen Tests und Knochenmarkuntersuchung gestellt:
Die Diagnose erfolgt nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Das Ziel der Behandlung ist es, das Thromboserisiko zu senken und Komplikationen zu vermeiden. Die Therapie richtet sich nach dem Alter und dem Risikoprofil des Patienten:
Regelmäßige Blutentnahmen (Aderlässe) senken den Hämatokrit und damit die Blutviskosität. Zielwert ist ein Hämatokrit unter 45 %.
Polycythaemia vera ist nicht heilbar, kann aber mit moderner Therapie gut kontrolliert werden. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind wichtig, da die Erkrankung sich über Jahre in eine Myelofibrose oder selten in eine akute Leukämie umwandeln kann.
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