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Polymyalgia rheumatica ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft und starke Schmerzen sowie Steifigkeit in Schultern, Nacken und Hüften verursacht.
Polymyalgia rheumatica ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft und starke Schmerzen sowie Steifigkeit in Schultern, Nacken und Hüften verursacht.
Polymyalgia rheumatica (PMR) ist eine entzündliche Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, die vor allem Menschen über 50 Jahre betrifft. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß Schmerzen in vielen Muskeln. Trotz des Namens liegt die eigentliche Entzündung nicht in den Muskeln selbst, sondern in den Gelenken und umliegenden Schleimbeuteln. PMR ist eine der häufigsten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im höheren Alter.
Die genaue Ursache der Polymyalgia rheumatica ist bisher nicht vollständig geklärt. Es wird von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren ausgegangen:
Die Beschwerden bei Polymyalgia rheumatica setzen häufig abrupt ein und sind charakteristisch:
Wichtig: Bei PMR sind die Muskeln selbst nicht entzündet, die Schmerzen entstehen durch Entzündungen in Gelenkkapseln und Schleimbeuteln.
Die Diagnose der Polymyalgia rheumatica wird in erster Linie klinisch gestellt, da es keinen spezifischen einzelnen Test gibt. Folgende Untersuchungen werden eingesetzt:
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die enge Assoziation mit der Riesenzellarteriitis (Arteriitis temporalis). Bis zu 20 % der PMR-Patienten entwickeln gleichzeitig oder im Verlauf eine Riesenzellarteriitis, die zu schwerwiegenden Komplikationen wie Sehverlust führen kann.
Die Behandlung der Polymyalgia rheumatica ist in der Regel sehr effektiv und beruht auf dem Einsatz von Kortikosteroiden (Glukokortikoide):
Prednison oder Prednisolon sind die Mittel der ersten Wahl. Die Therapie beginnt mit einer mittleren Dosis (typischerweise 12,5 bis 25 mg/Tag) und wird über Monate bis Jahre schrittweise reduziert. Die meisten Patienten sprechen innerhalb weniger Tage deutlich auf die Behandlung an, was auch diagnostisch wegweisend ist.
Bei Patienten, die Kortikosteroide nicht vertragen oder häufige Rückfälle haben, kann Tocilizumab (ein Interleukin-6-Rezeptor-Antagonist) als Alternative eingesetzt werden. Dieser Wirkstoff ist seit 2017 für die Riesenzellarteriitis und in manchen Fällen auch für PMR zugelassen.
Die Prognose der Polymyalgia rheumatica ist im Allgemeinen gut. Mit adäquater Behandlung lassen sich die Symptome gut kontrollieren. Viele Patienten können die Kortikosteroidtherapie nach 1 bis 2 Jahren beenden. Rückfälle sind jedoch möglich und erfordern eine erneute oder verlängerte Therapie. Eine engmaschige ärztliche Begleitung ist daher wichtig, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen und Komplikationen zu vermeiden.
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