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Das Pontiac-Fieber ist eine milde, selbstlimitierende Infektionskrankheit durch Legionellen, die grippeähnliche Symptome verursacht und ohne Lungenentzündung verläuft.
Das Pontiac-Fieber ist eine milde, selbstlimitierende Infektionskrankheit durch Legionellen, die grippeähnliche Symptome verursacht und ohne Lungenentzündung verläuft.
Das Pontiac-Fieber ist eine akute, selbstlimitierende Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gattung Legionella – vor allem Legionella pneumophila – ausgelöst wird. Im Gegensatz zur schwereren Legionärskrankheit (Legionellose mit Lungenentzündung) verläuft das Pontiac-Fieber ohne Beteiligung der Lunge und heilt in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst ab. Der Name geht auf einen ersten dokumentierten Ausbruch im Jahr 1968 in Pontiac, Michigan (USA), zurück.
Ausgelöst wird das Pontiac-Fieber durch das Einatmen legionellenhaltiger Wassertröpfchen (Aerosole). Typische Infektionsquellen sind:
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Legionellen vermehren sich bevorzugt bei Wassertemperaturen zwischen 25 °C und 45 °C.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 5 bis 72 Stunden. Das klinische Bild ähnelt einer Grippe (Influenza) und umfasst:
Charakteristisch ist, dass keine Lungenentzündung auftritt. Die Erkrankung klingt meist innerhalb von 2 bis 5 Tagen vollständig ab.
Da das Pontiac-Fieber grippeähnlich und selbstlimitierend verläuft, wird es im klinischen Alltag häufig nicht gezielt diagnostiziert. Bei Verdacht – insbesondere bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen – stehen folgende diagnostische Methoden zur Verfügung:
Eine Blutbilduntersuchung kann unspezifische Entzündungszeichen zeigen, ist aber nicht beweisend.
Da das Pontiac-Fieber in der Regel selbstlimitierend ist, beschränkt sich die Behandlung meist auf symptomatische Maßnahmen:
Eine Antibiotikatherapie ist beim unkomplizierten Pontiac-Fieber in der Regel nicht notwendig. Bei immungeschwächten Patienten oder schwerem Verlauf kann jedoch der Einsatz von Makroliden (z. B. Azithromycin) oder Fluorchinolonen (z. B. Levofloxacin) erwogen werden – analog zur Behandlung der Legionärskrankheit.
Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist die Kontrolle von Trinkwasser- und Warmwassersystemen. Empfohlene Maßnahmen umfassen:
In Deutschland sind Legionellosen meldepflichtig gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG).
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