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Progesteronmangel bezeichnet einen zu niedrigen Spiegel des Hormons Progesteron im Blut. Er kann Zyklusstörungen, Fruchtbarkeitsprobleme und Beschwerden in den Wechseljahren verursachen.
Progesteronmangel bezeichnet einen zu niedrigen Spiegel des Hormons Progesteron im Blut. Er kann Zyklusstörungen, Fruchtbarkeitsprobleme und Beschwerden in den Wechseljahren verursachen.
Progesteronmangel liegt vor, wenn der Körper nicht ausreichend Progesteron produziert. Progesteron ist ein wichtiges Sexualhormon, das hauptsächlich im Gelbkörper des Eierstocks nach dem Eisprung gebildet wird. Während der Schwangerschaft übernimmt die Plazenta diese Aufgabe. Das Hormon spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Menstruationszyklus, der Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf eine Schwangerschaft sowie der Aufrechterhaltung einer bestehenden Schwangerschaft.
Ein Progesteronmangel kann verschiedene Ursachen haben:
Die Beschwerden bei Progesteronmangel sind vielfältig und können je nach Alter und individueller Situation unterschiedlich ausgeprägt sein:
Die Diagnose eines Progesteronmangels erfolgt in erster Linie durch eine Blutuntersuchung, bei der der Progesteronspiegel gemessen wird. Da der Progesteronwert im Laufe des Zyklus stark schwankt, ist der Zeitpunkt der Blutabnahme entscheidend. Idealerweise wird die Messung etwa 7 Tage nach dem vermuteten Eisprung, also in der Mitte der Lutealphase (2. Zyklushälfte), durchgeführt.
Ergänzend können weitere Hormonspiegel bestimmt werden, darunter:
Eine gynäkologische Untersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke und der Gebärmutter können ergänzende Informationen liefern.
Die häufigste Behandlungsform ist die Supplementierung mit bioidentischem Progesteron oder synthetischen Gestagenen. Bioidentisches Progesteron hat die gleiche chemische Struktur wie das körpereigene Hormon. Es ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:
Wenn ein Progesteronmangel auf eine Grunderkrankung wie PCOS oder eine Schilddrüsenfunktionsstörung zurückzuführen ist, steht die Behandlung dieser Ursache im Vordergrund.
Ergänzend zu einer medikamentösen Behandlung können folgende Maßnahmen den Hormonspiegel positiv beeinflussen:
Bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch ist ein Progesteronmangel eine häufig untersuchte Ursache. Ein zu niedriger Progesteronspiegel in der Lutealphase kann verhindern, dass sich die Gebärmutterschleimhaut ausreichend aufbaut, um eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. In der Reproduktionsmedizin wird Progesteron daher häufig zur Unterstützung einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder nach einer Embryotransferbehandlung eingesetzt.
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