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Das Prokollagen Typ III N Propeptid (PIIINP) ist ein Biomarker für die Kollagensynthese und Fibrosierung im Körper. Erhöhte Werte weisen auf erhöhten Bindegewebsumbau hin.
Das Prokollagen Typ III N Propeptid (PIIINP) ist ein Biomarker für die Kollagensynthese und Fibrosierung im Körper. Erhöhte Werte weisen auf erhöhten Bindegewebsumbau hin.
Das Prokollagen Typ III N Propeptid (Abkürzung: PIIINP) ist ein Eiweißfragment, das beim Aufbau von Kollagen Typ III entsteht. Kollagen ist das häufigste Strukturprotein im menschlichen Körper und ein wesentlicher Bestandteil von Bindegewebe, Haut, Gefäßwänden, Leber, Nieren und anderen Organen. Wenn neues Kollagen Typ III gebildet wird, wird das Prokollagen-Molekül prozessiert und dabei das N-terminale Propeptid (PIIINP) abgespalten und in den Blutkreislauf freigesetzt. Die Konzentration von PIIINP im Blut spiegelt daher die Intensität der Kollagensynthese und des Bindegewebsumbaus wider.
Kollagen Typ III ist vor allem in elastischen Geweben wie Blutgefäßen, Haut und inneren Organen zu finden. Bei der Kollagenneusynthese wird zunächst ein Vorläufermolekul, das sogenannte Prokollagen, gebildet. Dieses besitzt an beiden Enden zusätzliche Peptidketten – das N-terminale und das C-terminale Propeptid. Enzyme (sogenannte Prokollagen-Peptidasen) spalten diese Propeptide ab, sobald das Kollagen in die extrazelluare Matrix eingebaut wird. Das freigesetzte PIIINP gelangt in die Blutbahn und kann dort gemessen werden.
PIIINP wird in der klinischen Diagnostik als Fibrosemarker und Marker für den Bindegewebsumbau eingesetzt. Erhöhte PIIINP-Werte können auf folgende Zustände hinweisen:
PIIINP wird aus einer einfachen Blutprobe (Serum oder Plasma) mittels Immunoassay bestimmt. Die Messung erfolgt meistens im Rahmen einer erweiterten Leberdiagnostik, bei der Überwachung chronischer Organerkrankungen oder bei Verdacht auf systemische Fibrosierungsprozesse. Die Referenzwerte können je nach Labor und Messverfahren leicht variieren. Im Allgemeinen gelten beim Erwachsenen Werte unter 8–10 µg/l als normal, wobei geschlechts- und altersspezifische Unterschiede zu berücksichtigen sind.
PIIINP selbst ist kein Therapieziel, sondern ein diagnostischer und prognostischer Marker. Er wird eingesetzt, um:
Eine Behandlung richtet sich stets gegen die zugrundeliegende Erkrankung, die zu einem erhöhten PIIINP-Spiegel führt.
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